Japans Halbleiterindustrie stockt Investitionen weiter auf

04.05.2006
Japans führende Halbleiterkonzerne stocken ihre Investitionen wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach digitalen Elektronikprodukten weiter auf.

Wie die gewöhnlich gut informierte japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" am Donnerstag berichtete, wollen sieben der führenden Unternehmen im bis 31. März 2007 laufenden Geschäftsjahr zusammen gut eine Billion Yen (rund sieben Milliarden Euro) in Anlagen und Ausrüstungen investieren. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich die höchsten Investitionen, die die Firmen bisher je getätigt haben. Ihre Ausgaben machten fast 90 Prozent aller Halbleiterinvestitionen in Japan aus.

Allein Branchenprimus Toshiba wolle die Ausgaben in diesem Bereich um 22 Prozent auf 354 Milliarden Yen aufstocken, hieß es. Das sei die höchste von einem japanischen Chiphersteller in einem Jahr veranschlagte Investition. Sony wolle die Kapitalausgaben um 21 Prozent auf 170 Milliarden Yen und der Siemens-Partner Fujitsu um 50 Prozent auf 140 Milliarden Yen erhöhen. Im Vergleich zu ihren ausländischen Rivalen nehmen sich die Investitionen der Japaner jedoch gering aus: So planten Intel und Samsung Electronics in diesem Jahr jeweils rund 700 Milliarden Yen an Kapitalausgaben, hieß es. (dpa/tc)