Venture Development untersucht Komponentenhersteller:

Japans Bauelemente-Industrie im Umbruch

28.01.1983

WELLESLEY, M. A. (cmd) - Zunehmende oligopolistische Tendenzen hat das US-Marktforschungsinstitut Venture Development Corporation (VDC), Wellesley, in Japan in den Sektoren Halbleiter und Integrierte Schaltungen ausgemacht.

In ihrer jüngsten Untersuchung mit dem Titel "Current Electronic Components Industry in Japan" weisen die VDC-Experten darauf hin, daß mehr als 60 Prozent des Umsatzes in der Halbleiterindustrie auf vier japanische Hersteller entfallen. Marktführer sei Nippon Electric mit einem Anteil von 17,8 Prozent oder 45 Milliarden Yen. Auf den weiteren Plätzen folgten Hitachi (16,8 Prozent oder 42,5 Milliarden Yen), Toshiba (15,3 Prozent oder 38,6 Milliarden Yen) und Matsushita Electronics (10,7 Prozent oder 21 Milliarden Yen). In die restlichen knapp 40 Prozent teilen sich insgesamt 23 mittlere und kleine Unternehmen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich laut VDC auch bei integrierten Schaltungen. Von den 25 Herstellern beherrschen die ersten fünf den Markt zu beinahe 70 Prozent. Unumstrittene Nummer Eins ist wiederum Nippon Electric mit einem Anteil von 24,7 Prozent oder 88 Milliarden Yen. Dahinter folgen Hitachi (17,8 Prozent oder 63,5 Milliarden Yen), Toshiba (12,2 Prozent oder 43,4 Milliarden Yen), Matsushita Electronics (8,4 Prozent oder 30 Milliarden Yen) sowie Mitsubishi Electric (6,3 Prozent oder 22,6 Milliarden Yen).

Eine ähnliche Entwicklung in Richtung Oligopol erwarten die VDC-Forscher auch für die anderen Bereiche der japanischen Bauelemente-Industrie. In absehbarer Zeit hätten nur noch die Unternehmen gute Marktchancen, die zum einen ihre Angebotspalette stärker diversifizierten und zum anderen über eine entsprechend große Produktionskapazität verfügten.

Die Studie ist zu beziehen bei der Venture Development Corporation, One Washington Street, Wellesley, MA 02181, Tel.: (617) 237 - 50 80.