Web

 

Japaner erproben nächste Mobilfunkgeneration 4G

07.06.2004

Dem japanischem Carrier NTT Docomo ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, bei der Erprobung von Mobilfunktechnik der nächsten Generation (4G) Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s im Download zu erzielen. In dem Test wurden die Daten in einem Auto empfangen, das mit 30 Stundenkilometern in einer Entfernung zwischen 800 und 1000 Metern an einer 4G-Basisstation vorbeifuhr. Heutige UMTS-Mobilfunktechnik (3G) erlaubt technisch bis zu 2 Mbit/s, wobei jedoch Upload-Übertragungsraten von 128 Kbit/s und Download-Raten von 384 Kbit/s realistisch sind.

Unternehmenssprecher Takumi Suzuki räumte allerdings ein, dass die hohe Übertragungsrate nur kurzzeitig und in dieser speziellen Testumgebung erzielt worden sei. NTT Docomo plane daher weiterhin, einen Dienst mit 100 Mbit/s einzuführen, der 2010 starten könnte. Der Carrier arbeit seit 1998 an Verfahren mit Hilfe der neuen Technik für den Download-Bereich "Variable Spreading Factor Orthogonal Frequency and Code Division Multiplexing" (VSF-OFCDM) und "Variable Spreading Factor Orthogonal Frequency and Code Division Multiple Access" (VSF-CDMA) für den Upload-Bereich. Dabei gelangen im Oktober 2002 Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s im Download sowie 20 Mbit/s im Upload. (as)