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Japan: Selbstmord per Internet

29.12.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die japanische Polizei ermittelt derzeit im Zusammenhang mit mehreren ungeklärten Suizidfällen. Dem Vernehmen nach hatte ein Mann über das Internet zu Preisen zwischen 260 und 430 Dollar Kapseln angeboten, die das tödliche Gift Kaliumzyanid enthielten. Der Betreiber der Site gehöre selbst zu den Toten, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Ermittler waren Mitte Dezember auf den Fall aufmerksam geworden, als eine 24jährige aus Tokio kurz vor ihrem Tod im Krankenhaus erzählt hatte, auf welche Weise sie in den Besitz der tödlichen Tabletten gelangt war, die sie für ihren Selbstmord benutzt hatte.