Die Folgen für die ITK-Industrie

Japan nach dem Erdbeben

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Japan liefert Schlüsseltechniken für die weltweite Produktion von Chips und Displays. Die Infrastruktur im Land ist beschädigt, die Situation angesichts der drohenden Nuklearkatastrophe unklar. Was bedeutet das für die globalen ITK-Märkte?

Die Situation in Japan verändert sich derzeit stündlich. Während sich die Auswirkungen von Erdbeben und Tsunami in ihrer Dimension allmählich abschätzen lassen, ist noch nicht abzusehen, welches Ausmaß die nukleare Katastrophe im Land und über die Grenzen hinaus annehmen wird. Gemeinsam mit unseren Korrespondenten im weltweiten IDG-News-Netz haben wir eine Momentaufnahme erstellt.

Viele Fabriken sind geschlossen

Foto: terex, Fotolia.de

Aufgrund der Zerstörung durch Erdbeben und Tsunami, vor allem aber wegen Problemen bei der landesweiten Stromversorgung und einer schwer beschädigten öffentlichen Infrastruktur einschließlich Straßen, Bahngleisen und Flughäfen, bleiben in Japan viele Fabriken geschlossen. Die Folge sind Unterbrechungen in den Zulieferketten, wodurch auch von der Katastrophe nicht direkt betroffene Werke in Japan ihre Produktion drosseln oder einstellen mussten.

Um die Stromversorgung in der Millionenstadt Tokio nicht zu beeinträchtigen, wurde in zwei Regionen in der Umgebung der Strom temporär abgeschaltet, was dort die Arbeit behinderte. In Zentral-Tokio wollen die Japaner die Stromversorgung möglichst aufrechterhalten.