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J.P. Morgan sorgt sich um mySAP-Verbreitung

03.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Investment-Bank J.P. Morgan oder genauer deren Sparte European Equity Research geht davon aus, dass die Pläne der SAP AG hinsichtlich der Verbreitung der mySAP-Plattform möglicherweise zu ambitioniert sind. Bei einer routinemäßigen Quartalsbefragung der SAP-Nutzerschaft haben die Experten ermittelt, dass zu Ende des zweiten Quartals erst 38 Prozent auf die neue Software umgestiegen waren. 57 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten noch keine Entscheidung über eine mögliche Migration getroffen und würden vorerst bei R/3 oder R/3 Enterprise bleiben.

Allerdings ergab die Befragung laut "Computerwire" auch Erfreuliches für den Walldorfer Konzern: Die Anschaffung des erst im Januar eingeführten Infrastruktur-Tools "Netweaver" erwägen inzwischen 33 Prozent der SAP-Anwender im Vergleich zu 14 Prozent zu Ende des ersten Quartals. Auch die Mittelstandsangebote ("Business One", "mySAP All in One") werden populärer - 17 Prozent der Kunden fassen deren Kauf ins Auge nach zwölf Prozent vor drei Monaten. (tc)