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IXL feuert 850 Mitarbeiter, schließt sieben Standorte

29.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der einstige Börsen-Highflyer IXL Enterprises will 35 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen, sieben Niederlassungen schließen oder veräußern und weitere Unternehmenswerte verkaufen, um seine desolate Finanzsituation aufzubessern. Die Internet-Beratungsfirma schließt die Standorte Berlin, Hamburg, Denver, Los Angeles, Madrid, Sao Paolo und Tokio. Zehn Niederlassungen, darunter Atlanta, Boston, London und New York, sollen erhalten bleiben. Das in Atlanta, Georgia, ansässige Unternehmen will sich künftig auf seine 75 Top-Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistung, Verbraucherartikel, Tourismus und Reisen konzentrieren. Dazu gehören beispielsweise AT&T, Delta Airlines, General Electric und Virgin. Im vierten Quartal 2000 rechnet IXL aufgrund der Umstrukturierung mit einer außergewöhnlichen Belastung.

Im vergangenen September hatte das angeschlagene Unternehmen nach einer Gewinnwarnung für das dritte Quartal bereits 350 Beschäftigte auf die Straße gesetzt. Der damalige President William Nussey nahm ebenfalls seinen Hut. Auch andere Web-Agenturen wie MarchFirst und Razorfish leiden unter dem derzeit rauhen Klima in der New Economy und haben erhebliche Stellenkürzungen vorgenommen (Computerwoche online berichtete).