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iTunes bald US-Musikhändler Nummer eins

27.02.2008
Von pte pte
Die Internet-Musikplattform iTunes befindet sich auf dem Weg zum größten Musikeinzelhändler in den USA. Wie aktuelle Erhebungen des Marktforschungsunternehmens NPD Group http://www.npd.com zeigen, konnte der Apple-Musikservice im vergangenen Jahr die Handelsketten Best Buy und Target überholen und stieg zum zweitgrößten Händler der Branche auf. Nummer eins in den USA ist nach wie vor der Handelsriese Wal-Mart. Doch laut den Prognosen der Marktbeobachter wird iTunes noch im Laufe von 2008 Wal-Mart vom Thron stoßen.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch hierzulande hat sich die Online-Plattform mittlerweile im Musikmarkt durchgesetzt und ist im Downloadsegment der klare Marktführer. "In Deutschland hatte iTunes laut IFPI zuletzt einen Anteil von 42 Prozent des gesamten Downloadmarktes. Auch in Österreich sind wir die Nummer eins", sagt Georg Albrecht, Pressesprecher Apple Deutschland, auf Nachfrage von pressetext. Was den Kampf um den Gesamt-Musikmarkt betrifft, gibt sich Albrecht eher bescheiden. "Der Markt bestimmt die Entwicklung, wir erweitern ständig unser Angebot. Wir haben aber keine expliziten Bestrebungen, im allgemeinen Musikmarkt die Nummer eins unter den Händlern zu werden."

In den USA entfallen inzwischen zehn Prozent der Musikkäufe auf das Internet. Trotzdem können die Online-Verkäufe laut NPD die Verluste aus dem physischen Geschäft noch nicht aufwiegen. Im vergangenen Jahr investierten die US-Bürger durchschnittlich 40 Dollar für Musik, 2006 waren es noch 44 Dollar gewesen. Illegale Tauschbörsen sind trotz unzähliger Klagen weiterhin sehr beliebt. Insbesondere junge Nutzer greifen gerne auf P2P-Angebote zurück.

Der Studie zufolge nutzten insgesamt 19 Prozent der US-User 2007 eine Filesharing-Plattform. Verluste für die Musikindustrie machen sich dabei insbesondere bei den Single-Verkäufen bemerkbar. Während 38 Prozent der Jugendlichen schon 2006 keine Einzeltitel auf CD mehr gekauft hatten, waren es im vergangenen Jahr bereits 48 Prozent. Laut NPD-Schätzungen hat die Zahl jener Bürger, die keine physischen Tonträger mehr gekauft haben, 2007 um rund eine Mio. zugenommen. (pte)