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ITU: Heute schon mehr Handys als Festnetztelefone?

11.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben der International Telecommunication Union (ITU) wuchs die Anzahl der Mobiltelefone im vergangenen Jahr um knapp 40 Prozent und dürfte in Kürze die Milliardengrenze überschreiten. Dann, so die Genfer Behörde, gäbe es mehr Handys als Festnetzanschlüsse. Deren Zahl bezifferte die ITU zu Ende 2001 nämlich mit 1,045 Milliarden. "Angesichts der Wachstumsrate für Mobiltelefone von 38 Prozent im vergangenen Jahr wird das nicht lange dauern. Möglicherweise ist es bereits geschehen", erklärte ITU-Sprecher Gary Fowlie am vergangenen Freitag.

Die Märkte in Westeuropa seien zunehmend gesättigt, so die Fachbehörde der Vereinten Nationen. Das größte Wachstumspotenzial versprächen derzeit Schwellenländer, allen voran China und Indien. Unter anderem in den USA und Kanada hätten sich Preismodelle, bei denen neben dem Anrufer auch der Angerufene für ein Gespräch zur Kasse gebeten wird, abschreckend auf eine stärkere Handy-Nutzung ausgewirkt.

Carrier hätten weltweit bereits mehr als 100 Milliarden Dollar allein in den Kauf von Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration investiert, erklärte die ITU weiter. Die 3G-Technik entwickle sich aber langsamer als erwartet, etwa im Vergleich zur zweiten Generation vor rund zehn Jahren. (tc)