Itil ist schon mal ein guter Anfang

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Serviceprozesse der IT-Organisationen bergen eine Menge Verbesserungspotenzial. Um es auszuschöpfen, haben viele Unternehmen bereits Teile der Information Technology Infrastructure Library (Itil) implementiert.

Foto: Joachim Wendler

Die meisten CIOs müssen 70 bis 80 Prozent ihrer IT-Budgets für den reinen Betrieb aufwenden. Für Innovationen bleibt da wenig Raum. Ein verantwortungsbewusster IT-Chef wird deshalb versuchen, die Routineaufgaben seiner Organisation möglichst effizient zu gestalten.

Für das Management ihrer Dienstleistungen greifen nicht nur die etablierten IT-Service-Anbieter, sondern auch die IT-Organisationen immer häufiger auf die „IT Infrastructure Library“ (Itil) zurück. Die im Umfeld der britischen Regierung entwickelte Best-Practices-Sammlung kann beim internen Services-Management gute Dienste leisten.

„Itil ist nicht die ganze Antwort, aber ein wichtiger Teil davon“, bestätigt John Mahoney, Managing Vice President bei Gartner Research. Die aus mehr als 60 Büchern bestehende „Bibliothek“ habe zwar nicht für alle IT-Bereiche etwas anzubieten, beispielsweise nicht für Anwendungsentwicklung oder Logistik, aber für das operationale Service-Management sei sie das Beste, was den CIOs derzeit zur Verfügung stehe. Im Zusammenspiel mit dem eher formalen Qualitätsstandard ISO 9000 bildet das inhaltlich orientierte Itil eine „unschlagbare Kombination“, ergänzt Michael Busch, Senior Consultant bei Detecon International .