SMA Solar Technology

IT-Wachstum mit Sourcing-Strategie

Peter Gruber ist Mitglied des Teams Management der Digitalredaktion. Er arbeitet hauptsächlich für die Portale Computerwoche und CIO.
Mit einer Sourcing-Strategie hält SMA Solar Technology die Kosten unter Kontrolle und entlastet die IT von ineffizienten Routineaufgaben.

Wollen Firmen agil sein und in neue Märkte vorstoßen, muss sich das in ihrer Informationstechnologie widerspiegeln. So wie bei SMA Solar Technology, einem international in19 Ländern agierenden Unternehmen, das seine Ziele mit Hilfe einer Sourcing-Strategie zu realisieren versucht. Um seine Marktposition auszubauen, setzt der Photovoltaik-Produzent unter anderem auf eine Internationalisierungsstrategie, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine in Divisionen Organisationsstruktur.

Diesen Strukturen und Anforderungen muss auch die IT genügen. Weltweit ist hohe Servicequalität gefragt, kurze Reaktionszeiten auf sich veränderte organisatorische und fachliche Anforderungen, mehr Flexibilität sowie weniger Kosten. Gerald Höhne, Vice President IT Corporate Functions, schildert die Herausforderung des Unternehmens seit Ende 2009 so. "Einerseits mussten wir immer mehr IT-Ressourcen für das internationale Wachstum des Unternehmens bereitstellen, andererseits versuchen, bei der Planung der Kapazitäten starke Nachfrageschwankungen in einzelnen Märkten zu berücksichtigen. Mit unserer vorhandenen personellen und räumlichen Ausstattung konnten wir das nicht länger gewährleisten."

Mehr Flexibilität mit und in der IT

Am einfachsten wäre es gewesen, zusätzliches Personal einzustellen. Doch SMA Solar Technology versprach sich langfristig mehr davon, an einer neuen Sourcing-Strategie zu feilen. Die Vorgaben für IT-Chef Höhne waren klar: Der IT-Bereich musste in die Lage versetzt werden, die Geschäftsentwicklung von SMA in vollem Umfang abzubilden. Dazu gehörte unter anderem, die Fixkosten zu flexibilisieren und Ressourcen nach Bedarf auszulasten. Servicestrukturen und Volumina mussten sich gleichermaßen in kürzester Zeit auf neue Gegebenheiten anpassen lassen.

Wie wichtig diese Flexibilität ist, zeigt die aktuelle Branchenentwicklung. In Deutschland, dem derzeit größten Solarmarkt, stehen die Photovoltaik-Unternehmen vor einer Achterbahnfahrt. Nach den Rekorden 2010 prognostizieren ihnen Analysten dieses Jahr sinkende Umsätze und Gewinne, weil die Bundesregierung die Förderung neuer Solaranlagen zurückfährt. Das Wachstum findet künftig im Ausland statt, vor allem in Nordamerika und in Asien. Auch das hatte Einfluss auf die Sourcing-Strategie bei SMA - die IT muss international sein und die weltweiten Niederlassungen lokal unterstützen können.