Eugene Kaspersky

IT-Sicherheit kann man nicht früh genug lernen

21.06.2011
Von pte pte
Der Antiviren-Spezialist Kaspersky Lab kämpft zwar auf technischer Ebene um IT-Sicherheit, doch eine der wichtigsten Herausforderungen sieht das Unternehmen in den Nutzern.
Jewgeni "Eugene" Kaspersky
Jewgeni "Eugene" Kaspersky
Foto: Kaspersky Lab

"Es herrscht ein sehr großer Bedarf, die Menschen in dieser Hinsicht zu bilden", erklärt Unternehmens-Mitgründer Eugene Kaspersky im Rahmen einer Presseveranstaltung in Le Mans gegenüber pressetext. Dabei bezieht er sich nicht nur auf eine Fachausbildung von Top-Talenten an Universitäten - sondern auch darauf, gerade den Jüngsten mehr Wissen um ein sicheres Online-Verhalten zu vermitteln.

Immer jüngere Kinder sind heutzutage im Internet unterwegs, potenziell also Gefahren von Malware bis Phising ausgesetzt. Dementsprechend früh sollte sich die Erziehung um ein entsprechendes Gefahrbewusstsein bemühen. "Vermutlich wäre es am besten, schon im Kindergarten damit anzufangen. Das wird so wichtig wie Verkehrserziehung, wie vor dem Überqueren einer Straße Links-Rechts-Links zu schauen", meint Kaspersky. "Kinder müssen genauso lernen, sich mit weniger Risiko durch das Internet zu bewegen."

Wenn gerade junge Menschen ein sinnvolles Risikobewusstsein im Umgang mit dem Internet entwickeln, hat das zudem positive Nebenwirkungen. "Die Kinder werden oft zu IT-Lehrern für ihre Eltern und Großeltern, denn Schulkinder sind häufig geübter im Umgang mit dem Internet als die Erwachsenen", betont Kaspersky im Gespräch mit pressetext. Für die Sicherheit im Internet wäre es gut, wenn der Nachwuchs den älteren Generationen nicht nur den Umgang mit Windows und Word erklären kann, sondern beispielsweise auch, warum man nicht wahllos auf jeden Pinnwand-Link auf Facebook klicken sollte.

Für das Unternehmen Kaspersky ist freilich auch die Ausbildung auf Hochschulniveau ein wichtiges Thema - immerhin sind Studenten von heute die hochqualifizierten Spezialisten von morgen. Um universitäre Top-Talente zu fördern und in Kontakt mit internationalen Fachleuten zu bringen, hat Kasperksy Lab im April in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Informatik der TU München die Studenten-Konferenz "IT Security for the Next Generation" veranstaltet. Aus deutscher Sicht besonders erfreulich war, dass dort die Arbeiten gleich dreier heimischer Talente zu den besten der Konferenz gekürt wurden. (pte)