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IT-Servicemarkt wächst nur marginal

09.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Berechnungen von Gartner wurden 2004 weltweit 607,8 Milliarden Dollar für IT-Dienstleistungen ausgegeben. Verglichen mit einem Volumen von 569,6 Milliarden Dollar im vorangegangenen Jahr entspricht das einem Plus von 6,7 Prozent. Berücksichtigt man allerdings den Kursverfall des Dollars, sei der IT-Servicemarkt de facto nur um 2,2 Prozent gewachsen, erklärten die Analysten.

Selbst dieser geringe Zuwachs wird von Gartner positiv bewertet. 2003 sei der IT-Servicemarkt unter dem Strich noch stagniert, erklärte Analystin Kathryn Hale, die im laufenden Jahr mit weiterem Wachstum rechnet. Es herrsche wieder eine bessere Ausgangssituation im Markt, so Hale. Während 2003 einzig im Outsourcing-Geschäft Zuwächse verzeichnet worden wären, habe es im vergangenen Jahr mehr als einen Wachstumstreiber gegeben. So stellte Gartner bereits eine leichte Erholung im Bereich Systemintegration fest.

Als Marktführer mit anteiligen 7,6 Prozent kürten die Analysten erneut IBM. Den Berechnungen zufolge legten Big Blues Serviceeinnahmen gegenüber 2003 um 8,9 Prozent auf 46,4 Milliarden Dollar zu. Hinter IBM folgt EDS mit 3,4 Prozent oder 20,6 Milliarden Dollar. Fujitsu erreichte mit 16,9 Milliarden Dollar hohen Serviceerlösen 2,8 Prozent Marktanteil und sicherte sich damit Platz drei. Hewlett-Packard (HP), Accenture und CSC liegen mit jeweils 2,3 Prozent Marktanteilen gleichauf.

Dank seiner gleichzeitigen Konzentration auf das Outsourcing- und das Beratungsgeschäft verzeichnete Accenture mit 16,4 Prozent das stärkste Umsatzwachstum unter den Top-Five. IBM und HP profitierten wiederum von dem anhaltenden Bestreben von Unternehmen, Teile ihrer IT auszulagern.

Im laufenden Jahr rechnet Gartner mit einem realen Anstieg der IT-Serviceerlöse um 4,7 Prozent, wobei ein stabiler Dollar-Kurs erwartet wird. Es bestehe nach wie vor noch ein hoher Nachholbedarf im Markt, erklärte Hale. (mb)