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IT-Projekt bei der US-Steuerbehörde droht zu scheitern

28.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Modernisierung der IT-Infrastruktur der US-amerikanischen Internal Revenue Service (IRS) muss zum wiederholten Mal verschoben werden. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" sei das verantwortliche Konsortium namens "Prime" unter der Leitung von Computer Sciences Corp. (CSC) nicht in der Lage, den bislang anvisierten Termin im August einzuhalten. Die Behörde habe nun beschlossen, den Abschluss des IT-Projekts bis ins Jahr 2004 zu verschieben, um den laufenden Betrieb nicht zu behindern. Das Ganze sei eine ernste Angelegenheit, moniert IRS-Chef Mark Everson. In den vergangenen Jahren habe es eine Reihe von Verzögerungen gegeben. "Zu viele", kritisiert er abschließend. Um weitere Pannen zu verhindern, hat die Behörde das Software Engineering Institute

der Pittsburgh Carnegie Mellon University beauftragt, das Projekt unter die Lupe zu nehmen. Die Verantwortlichen des Konsortiums, dem neben CSC auch IBM, Bearing Point, Northrop Grumman und Unisys angehören, begrüßten die Untersuchung. Prime werde seine Anstrengungen für die Modernisierung des IRS-Systems weiter fortsetzen, verlautete offiziell aus Konsortiumskreisen. Die Steuerbehörde plant, 422 Millionen Dollar in das Upgrade seiner IT-Infrastruktur zu investieren. (ba)