Arbeitsmarkt

IT-Profis gefragt

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Die Zahl der Beschäftigten in der IT-Branche ist im vergangenen Jahr um 12.000 auf 848.000 gestiegen, wie der Bitkom vermeldet. Der ITK-Branchenverband hatte zuvor einen Anstieg um lediglich 8000 Arbeitsplätze erwartet.

Die leicht rückläufige Entwicklung in der Telekommunikation und der Hardwareproduktion haben Softwarehäuser und IT-Dienstleister mehr als ausgeglichen, wie die Bitkom-Zahlen belegen. Sie allein haben 25.000 zusätzliche Stellen geschaffen, 17.000 waren erwartet worden. Das entspricht einem Zuwachs von rund vier Prozent auf jetzt 588.000 Beschäftigte. Gegen den langfristigen Trend ist auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Unterhaltungselektronik gestiegen.

Gute Perspektiven: Die Zahl der Beschäftigten in der IT-Industrie geht weiter nach oben. Angaben: Zahl der Beschäftigten; Quelle: Bitkom
Gute Perspektiven: Die Zahl der Beschäftigten in der IT-Industrie geht weiter nach oben. Angaben: Zahl der Beschäftigten; Quelle: Bitkom

"Viele Firmen wollen auf dem neuesten Stand sein und bringen ihre IT auf Vordermann", kommentiert zum Beispiel Maximilian Nobis vom Personaldienstleister Harvey Nash aus Düsseldorf. Andererseits werde auch viel ausgelagert. "Besonders Cloud-Systeme werden immer interessanter", ergänzt der Experte. Software und IT-Services sorgen auch im laufenden Jahr für Jobwachstum. Der Bitkom erwartet in diesem Segment für 2011 einen Jobzuwachs um 4,4 Prozent auf rund 605.000 Arbeitsplätze. Für die gesamte ITK-Branche wird eine Zunahme um 10.000 auf 858.000 Erwerbstätige prognostiziert.

Laut einer Branchenumfrage wollen 2011 mehr als die Hälfte der Hightech-Firmen neue Stellen schaffen. Den Mangel an hochqualifizierten Spezialisten betrachten 59 Prozent der Unternehmen als Wachstumshemmnis. Der Fachkräftemangel koste die Branche etwa einen Prozentpunkt Wachstum pro Jahr.