IT-Recht im Ausland

IT ohne Grenzen

09.11.2009 | von  und Rainer Sponholz
Michael Rath
Dr. Michael Rath ist Rechtsanwalt der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Köln. Er berät in den Bereichen IT-Recht und Wettbewerbsrecht. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Erstellung und Verhandlung komplexer Software- und IT-Verträge einschließlich IT-Outsourcing, IT-Projektverträge, Lizenzverträge, Shared-Service-Vereinbarungen und Service-Level-Agreements.
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Beim grenzüberschreitenden Outsourcing drohen rechtliche Fallstricke. Die juristische Empfehlung lautet daher: Zeit- und sicherheitskritische Dienste bleiben im Inland.

Viele Großunternehmen haben in den 90er Jahren ihre Rechenzentren konsolidiert. Oft verteilten sie ihre bis dahin in den Landesgesellschaften untergebrachten Rechenzentren auf nur noch drei Standorte, etwa in Asien, den USA und Europa. Heute werden solche grenzüberschreitenden IT-Services auch von mittelständischen Unternehmen genutzt. Manche Firmen beziehen die Dienste im Rahmen des IT-Outsourcings, des Business Process Outsourcings (BPO) oder des Cloud Computing. Die dafür erforderlichen IT-Infrastrukturen sind häufig außerhalb Deutschlands zu finden.

IT-Compliance im Ausland

Ein Servicevertrag mit einem ausländischen Unternehmen unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Outsourcing-Vertrag, der zwischen deutschen Partnern geschlossen wurde. Die Globalisierung zeigt hier ihre vereinheitlichende Wirkung. Fragen des Datenschutzes, der IT-Sicherheit und des IT-Service-Managements werden grundsätzlich nach internationalen Standards behandelt, wobei natürlich lokale Besonderheiten bestehen können. Dennoch gibt es in der Auslandsdatenverarbeitung einige Fallstricke. Auf folgende Bereiche sollten Verträge eingehen:

- IT-Sicherheitsanalyse;

- Datenschutz;

- IT-Compliance-Anforderungen;

- Kontrolle der Auslagerung.