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IT-Management will auch in den nächsten Jahren die Kosten weiter drücken

15.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Es geht noch weiter runter mit den IT-Budgets, bevor es mittelfristig wieder etwas rauf geht. So könnte man etwas plakativ das Ergebnis der Studie "IT Trends 2005" von Capgemini umschreiben, die diese Woche auf den Hamburger IT Strategietagen vorgestellt wird. In ihr wurden rund 200 Entscheidungsträger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Plänen befragt. Danach wird auch 2005 im Zeichen einer Konzentration auf Kernthemen und der Suche nach Einsparungspotenzialen bei den IT-Kosten liegen. So glaubt rund die Hälfte aller Befragten, die Ausgaben noch weiter drücken zu können, ohne dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gefährden.

Konkret will etwa ein Drittel der Entscheidungsträger bei der Infrastrukturtechnik ansetzen, 29 Prozent wollen die Personalkosten weiter senken. Offenbar ziehen dabei IT und Geschäftsleitung immer öfter an einem Strang. Nur noch zwölf Prozent der IT-Manager sah sich mit den Aufgaben allein gelassen. Bis 2007 erwarten mehr als die Hälfte der Befragten stagnierende oder gar sinkende IT-Budgets. Erst 2009 könnte einer Mehrheit zufolge das Niveau von 2004 wieder erreicht werden. Zugleich nimmt der Zeit- und Budgetdruck in laufenden Projekten gnadenlos zu und führt immer häufiger zum Verzug. So blieb laut Umfrage nur noch ein Viertel der Projekte mit geschäftskritischen Techniken im vorgesehenen Rahmen. Im letzten Jahr war es noch etwa ein Drittel gewesen. (as)