IT-Management aus dem Bauch heraus

31.01.2006
Analyse, Transparenz und Planung kommen in deutschen IT-Abteilungen zu kurz.
Die Einhaltung des Projektzeitrahmens bereitet den Firmen die größten Probleme.
Die Einhaltung des Projektzeitrahmens bereitet den Firmen die größten Probleme.

Nur knapp 43 Prozent aller IT-Projekte der vergangenen drei Jahre waren rundum erfolgreich. Das ergab eine von der TU München und der computerwoche aufgesetzte Studie zum Thema IT-Management. Bei der Mehrheit der Vorhaben war der Wurm drin. Besonders oft sprengten die Firmen den vorgebenen Zeitrahmen. Zwei Drittel der befragten Organisationen setzen ihre IT-Mitarbeiter in mehreren Projekten gleichzeitig ein und erhalten dafür nicht selten die Quittung: Der Koordinationsaufwand wird größer, und die Projektabwicklung verzögert sich.

Auch an der Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT hapert es nach wie vor: In nur 15,6 Prozent der Firmen erfolgt diese nach festen Regeln. Wenig professionell verhalten sich viele Unternehmen auch bei der Auftragsvergabe: Anstatt die Kräfte des Wettbewerbs wirken zu lassen, beauftragt gut die Hälfte der Unternehmen zuerst die interne IT-Organisation. Das wirkt sich negativ auf die Budgets aus.

Beim Outsourcing bevorzugen die Teilnehmer eindeutig das deutschsprachige Terrain (87,9 Prozent) - offshore wagen sie sich nur in 1,5 Prozent der Fälle. (Ausführlicher Bericht auf Seite 36.) (kf)