Anforderungen im Wandel

IT-ler = Generalist + Spezialist

15.11.2010 | von 
Dr. Renate Oettinger
ist freie Journalistin, Autorin und Textredakteurin. Sie arbeitet für große und mittelständische Unternehmen sowie für Fachverlage.  

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Die Anforderungen der Unternehmen an ihre IT-Mitarbeiter ändern sich. Reine Fachkräfte haben heute ebenso ausgedient wie reine Führungskräfte, sagt Andreas Lutz.

Die IT durchzieht die meisten Firmen wie das Nervensystem den menschlichen Körper. Doch nicht nur dies. Sie ist zugleich die Lebensader der Unternehmen im Kontakt mit ihrer Umwelt. Entsprechend komplex und vernetzt ist heute die IT-Landschaft in den meisten Betrieben. Daraus erwachsen neue Anforderungen an die IT-Mitarbeiter.

Quelle: Fotolia, Niceshot
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Fach- oder Führungskraft? Das war lange Zeit die meistgestellte Frage, wenn es um die Laufbahnplanung in Großunternehmen ging. Das heißt: Wenn nicht bereits vor der Einstellung, dann spätestens ein, zwei Jahren danach wurden Hochschulabsolventen von ihren Arbeitgebern gefragt: Wollen Sie sich eher

  • in Richtung Spezialist entwickeln, der bezogen auf sein Fachgebiet fast alles weiß, oder

  • in Richtung Generalist, der sich eher durch ein Überblickswissen in vielen Themengebieten auszeichnet?

Dabei wurde "Generalist sein" meist mit "Führungskraft sein" gleichgesetzt.

Zu diesen beiden Karrierewegen gab es laut Stefan Bald, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal, in der Regel keine Alternative. Und hatte sich eine Nachwuchskraft erst mal für einen Weg entschieden, "dann war meist ihr beruflicher Werdegang bis zur Rente vorprogrammiert". Einmal Fachkraft immer Fachkraft, einmal Führungskraft immer Führungskraft, so lautete in fast allen Großunternehmen die Devise.

Dies ändert sich allmählich, konstatiert Prof. Dr. Elisabeth Heinemann von der Fachhochschule Worms. Viele Unternehmen hätten die Bedeutung des Fachwissens neu entdeckt. Das zeige bereits ein Blick in die Vorstandetagen der Unternehmen. Während dort vor 10, 15 Jahren noch vorwiegend Betriebswirte und Juristen saßen, hielten in ihnen in den vergangenen Jahren auch verstärkt Ingenieure, Naturwissenschaftler und Informatiker Einzug.

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