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Studie von IDC Business Research

IT-Infrastruktur: Modernisierung ja, aber mit Augenmaß

07.03.2016
Deutsche Unternehmen wissen, dass nachhaltige Investitionen und ein Umbau ihrer IT-Infrastruktur nötig sind, um die zunehmenden Anforderungen an die IT-Systeme zu bewältigen. Dabei geht die Mehrzahl davon aus, dass sie mit ihrer gegenwärtigen Ausstattung über eine gut funktionierende und verlässliche Basis für den Ausbau und die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur verfügen.

IDG Business Research Services hat im Auftrag von Hewlett Packard Enterprise und Intel eine Umfrage unter IT- und Business-Entscheidern zum gegenwärtigen Stand ihrer IT-Infrastruktur, zukünftigen Plänen zum Ausbau beziehungsweise Neuausrichtung sowie geplanten Investitionen durchgeführt. Die Studie zeigt, dass sie sich die IT-Verantwortlichen der Tatsache bewusst sind, dass sie ihre IT-Infrastruktur einem grundlegenden Wandel unterziehen müssen.

Dieser wird sich aber - so lassen sich die Ergebnisse der Studie deuten - eher evolutionär in einzelnen, wohlüberlegten Schritten vollziehen und nicht mit einer schlagartigen Reorganisation der IT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt wird dabei der Ausbau und die Flexibilisierung der als besonders verlässlich eingestuften Kernsysteme auf Basis traditioneller IT-Architektur stehen, neben denen sukzessive neue, flexible und agile Systeme aufgebaut werden.

Die Treiber für den Umbau sehen deutsche Unternehmen vor allem in der Verbesserung der Agilität und Reaktionsfähigkeit, Kosteneinsparungen sowie steigende Sicherheitsanforderungen. Insgesamt zeigt die Studie, dass der weitaus überwiegende Anteil die eigenen IT-Landschaften für grundsätzlich ausbaufähig hält, aber gegenwärtig weniger als ein Viertel der Befragten ihnen das Attribut "in vollem Maße zukunftsfähig" zuspricht. Auffällig ist hier, dass die Zukunftsfähigkeit der Kernsysteme wie ERP/CRM/etc. dabei noch am besten beurteilt wird.

Graben zwischen klassischer IT und Big Data sowie Mobile

Insgesamt zeigt sich bei der Einschätzung der eigenen Infrastruktur ein Graben zwischen klassischer IT - auf der typischerweise die Kernsysteme betrieben werden - und neuen Anforderungen wie Big Data, mobile Anwendungen oder Kundenbindung über Web, Mobile und Social Media. Dabei werden offenbar die IT-Kernsysteme ERP/CRM/etc. als leistungsfähiger und zukunftssicherer eingestuft als die "neuen" Handlungsfelder.

Die vergleichsweise fortgeschrittene Adaption von Sharing/Kollaborations-Funktionen (entsprechen bei 70 Prozent "in vollem Maße" oder "teilweise" zukünftigen Anforderungen) und Mobiler/Remote-Zugriff (80 Prozent) könnte sich daraus erklären, dass sie mit Integration/Anschluss an die traditionellen IT-Systeme realisiert wurde, während Big Data (47 Prozent), digitale Kundenbetreuung über Mobile, Web und Social Media (44 Prozent) anderer Organisationsformen und IT-Systeme bedürfen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Unternehmen die Bedeutung dieser neuen Handlungsfelder erkannt haben, deren Ausbau sich aber vielerorts noch in der Anfangsphase befindet.

Mit ihrer Hardware-Ausstattung fühlen sich die Unternehmen gut aufgestellt. In den Kernbereichen Server, Storage und Netzwerk attestieren sich jeweils mehr als 90 Prozent der Befragten eine "zukunftssichere" Infrastruktur oder einen "stabilen (Alt-)Bestand", rund 70 Prozent verfügen über zukunftssichere oder zumindest stabile Datacenter-Überwachungs- und Management-Tools. Angeführt wird die Liste der zukünftig geplanten Investitionen von Ausgaben im Bereich Anwendungs- und Datensicherheit. 72 Prozent der Unternehmen investieren hier fortlaufend (53,1 Prozent) oder beginnen mit Investitionen (19,5 Prozent).. Fast ebenso häufig wird in die Aufrüstung der Server-Hardware (x86-Hardware-Architektur der nächsten Generation) investiert. In diesem Bereich sind bei 63,4 Prozent der Befragten konkrete Ausgaben geplant.

Wenn es um die Erfüllung der zukünftigen Anforderungen geht, sind die Unternehmen überwiegend optimistisch und rechnen mit einer Verbesserung: Drei Viertel der Befragten stimmen der Aussage zu, "die Anforderungen der kommenden drei Jahre erfüllen zu können". Wenn es um die gegenwärtigen Geschäftsanforderungen geht, sind nur rund 60 Prozent dieser Meinung.

Geringe Investitionen in Zukunftstechnologien

Etwas überraschend ist die Tatsache, dass jeweils um die 40 Prozent der Unternehmen keine Investitionen in Zukunftstechnologien wie Private/Hybrid/Hosted Clouds, Big Data oder Netze der nächsten Generation plant, diese Zurückhaltung gilt aber nicht für die nächste Generation von Server, Storage und Endanwender-Geräten. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Verantwortlichen eher bereit sind, auf Technologien/Systeme zu setzen, die sich vergleichsweise einfach implementieren lassen, ohne die gesamte IT-Organisation großflächigen Änderungen unterziehen zu müssen.

Das steht in gewisser Weise im Widerspruch zu der Einschätzung, dass sich die IT-Infrastruktur in den nächsten drei Jahren signifikant verändern werde - nur zehn Prozent der Befragten glauben das nicht. Insofern zeigt sich hier eine gewisse Diskrepanz zwischen der offenbar erkannten Notwendigkeit, neue Wege zu gehen, und einer gewissen Skepsis gegen eine nachhaltige, großflächige und abrupte Umgestaltung der IT-Landschaft.

Dennoch: Die weitaus größte Mehrheit der Unternehmen wird mit Investitionen in Hardware der nächsten Generation eine solide und verlässliche Basis für Innovationen schaffen. Darüber hinaus stehen die Themen Next-Generation-Storage und Cloud in ihren unterschiedlichen Ausprägungen bei rund der Hälfte der Unternehmen auf der Agenda, die Themen Big Data und intelligente Netze immerhin bei rund 40 Prozent. Auch angesichts der Tatsache, dass die Mehrzahl der Unternehmen die zukünftige Leistungsfähigkeit höher einschätzt als die gegenwärtige, deutet darauf hin, dass sich ein nachhaltiger Wandel vollziehen wird - der aber nicht mit einem Big Bang, sondern im sukzessiven Aus- und Aufbau von Systemen in unterschiedlichen Handlungsfeldern stattfinden wird.

An der Umfrage von IDC Business Research haben sich 161 Personen beteiligt, von denen 102 den kompletten Fragebogen beantwortet haben. Befragt wurden Führungskräfte aus den Bereichen Business, IT-Management und -Administration aus Unternehmen aller Branchen und Größen. Bei etwa die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) lag die Anzahl der Mitarbeiter zwischen 100 und 1000, 41,2 Prozent hatten mehr als 1000 Mitarbeiter, 6,9 Prozent weniger als 100. Die Umfrage fand im Zeitraum vom 16. September bis 7. Oktober 2015 statt.