IT-Gehälter 2006: Spezialisten legen deutlich zu

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Spitzenverdiener der IT-Branche bleiben die Berater, allen voran diejenigen mit SAP-Know-how. Am unteren Ende der Gehaltsskala befinden sich die Mitarbeiter im Anwender-Support.

Die IT-Branche hat stürmische Zeiten hinter sich. Die Gehälter entwickelten sich entsprechend heftig nach oben, mal deutlich nach unten. Das scheint sich zu ändern. Mit den steigenden Umsätzen der IT-Anbieter gehen auch die Saläre der IT-Beschäftigten nach oben. Das zeigen die Ergebnisse der großen COMPUTERWOCHE-Studie, die in diesem Jahr erstmals mit den Vergütungsberatungen Personalmarkt und Baumgartner & Partner umgesetzt wurden. Von den positiven Gehaltstrends profitieren vor allem Fach- und Führungskräfte. Berufseinsteiger müssen weiterhin mit stagnierenden Einkommen rechnen.

Hier lesen Sie ...

  • welche Trends sich bei den IT-Gehältern abzeichnen;

  • wie sich die Vergütung der IT-Spezialisten 2006 entwickelt;

  • wer zu den Top-Verdienern zählt und wer sich mit weniger zufrieden geben muss.

SAP-Berater bleiben Spitzenverdiener

Tim Böger, Personalmarkt: "Ich erwarte, dass der variable Anteil 20 Prozent des Gehalts ausmacht. "
Tim Böger, Personalmarkt: "Ich erwarte, dass der variable Anteil 20 Prozent des Gehalts ausmacht. "

Die Gehälter von IT-Fachkräften sind demnach 2006 um durchschnittlich 3,2 Prozent gestiegen, die von Führungskräften um 1,1 Prozent. Tim Böger, Geschäftsführer von Personalmarkt und Projektleiter der Studie: "Der Anstieg fällt bei den Führungskräften geringer aus, weil ihre Einkommen bereits in den letzten Jahren gestiegen sind". Jetzt würden vor allem die Einkünfte von IT-Spezialisten nachziehen. Nach Jahren der Zurückhaltung, so Böger, würden die Unternehmen jetzt wieder verstärkt in ihre IT-Systeme investieren und aufgeschobene Investitionen nachholen.

Spitzenverdiener der IT-Branche sind die Berater, allen voran jene mit SAP-Know-how. Sie erreichen laut Studie durchschnittlich 60 700 Euro jährlich. Einen höheren Verdienst bei den Funktionen ohne Personalverantwortung haben nur noch Projektleiter mit fachlicher Teamleitung. Ihre Gehälter liegen bei durchschnittlich 61 200 Euro jährlich. Es folgen die Qualitätssicherer mit 47 700 Euro und die Datenbankadministratoren mit 44 900. Am unteren Ende der Gehaltsskala finden sich Web-Designer (34 500 Euro), Mitarbeiter im Anwender-Support (36 900 Euro), Web-Entwickler (37 800 Euro) sowie System- und Netzadministratoren (knapp 40 600 Euro).

Die vollständigen Ergebnisse

Die Vergütungsstudie "Führungskräfte und Spezialisten in IT-Funktionen 2006/2007" beinhaltet auf rund 530 Seiten detaillierte Informationen zur Höhe und Struktur der Vergütung von acht Führungsfunktionen und 16 Fach- und Spezialistenfunktionen. Dargestellt wird die Vergütung nach Funktion, Firmengröße, Personalverantwortung sowie Komplexitäts- beziehungsweise Schwierigkeitsgrad. Die Studie richtet sich an Geschäftsführer, Personalleiter und Personalverantwortliche aus allen Branchen. Die Studie kann zum Preis von 500 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) telefonisch unter 040/41 34 54 30, per E-Mail: bestellung@personalmarkt.de oder online unter www.personalmarkt.de bestellt werden. Teilnehmende Firmen zahlen 150 Euro.