Europas beste Arbeitgeber

IT-Firmen schneiden sehr gut ab

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Den internationalen Wettbewerb "Europas beste Arbeitgeber" des Great Place to Work Institute dominiert die IT-Branche.

Ende Juni zeichnete das Great Place to Work Institute 100 Unternehmen aus 18 europäischen Ländern in Berlin für ihre besonders hohe Arbeitsplatzqualität und Arbeitgeberattraktivität aus. Auffallend war das überdurchnittlich gute Abschneiden der Unternehmen aus der IT-Branche. Andreas Schubert, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung vom Great Place to Work Institute, sieht den Grund im Fachkräftemangel, der in der IT sehr deutlich zu spüren sei. Deshalb müssen sich die Arbeitgeber anstrengen, gute Mitarbeiter einzustellen und sie auch zu halten.

Microsoft siegt vor Netapp und SAS Institute

Microsoft, hier die Deutschland-Zentrale in Unterschleißheim, ist Europas bester Arbeitgeber in der Katergorie "Multinationale Unternehmen."
Microsoft, hier die Deutschland-Zentrale in Unterschleißheim, ist Europas bester Arbeitgeber in der Katergorie "Multinationale Unternehmen."
Foto: IBM

Vor allem in der Kategorie "multinationale Unternehmen" , in der Arbeitgeber mit mindestens drei am Wettbewerb beteiligten europäischen Ländergesellschaften ausgezeichnet werden, landeten die IT-Firmen ganz vorne. Sieger in dieser Kategorie wurde Microsoft vor Netapp und SAS Institute. Unter den ersten 30 landeten Autodesk, Accenture, EMC und Cisco. Auch In der Kategorie "kleine und mittlere Unternehmen" mit bis zu 500 Mitarbeitern dominierten eindeutig Hightech-Firmen und IT-Dienstleister. 17 davon kamen unter die ersten 50. Sieger wurde das finnische Softwarehaus Futurice, bester deutscher Arbeitgeber der in Münster ansässige IT-Dienstleister Noventum, der Platz drei belegte.

In der Kategorie "große Unternehmen" mit über 500 Beschäftigten gelang dem deutschen Personaldienstleister DIS ein dritter Platz. Platz eins belegte in dieser Größenklasse die italienische Tochtergesellschaft von Tetra Pak International.

18 deutsche Preisträger

Über den dritten Platz in der Kategorie Mittelstand freuten sich Uwe Rotermund (links) und Thomas Dengler (Mitte)vom IT-Dienstleister Noventum.
Über den dritten Platz in der Kategorie Mittelstand freuten sich Uwe Rotermund (links) und Thomas Dengler (Mitte)vom IT-Dienstleister Noventum.
Foto: Gero Breloer

Insgesamt stellte Deutschland in diesem Jahr 18 Preisträger und belegte nach Dänemark Platz zwei. Die Skandinavier konnten mit 19 Siegerunternehmen auftrumpfen. "Deutsche Unternehmen sind Vorbilder für das Erfolgsmodell einer mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur, die zu deutlich höherer Motivation und Bindung der Beschäftigten, besseren Chancen auf dem Personalmarkt und insgesamt größerem wirtschaftlichen Erfolg beiträgt", sagte Frank Hauser, Leiter des deutschen Great Place to Work Instituts.

Europaweit hatten sich insgesamt 1541 Firmen mit über 1,2 Millionen Beschäftigten um eine Platzierung auf der seit 2003 jährlich veröffentlichten europäischen Beste-Arbeitgeber-Liste beworben. Die Bewertung fand auf Grundlage von Befragungen der Mitarbeiter in den Unternehmen sowie des Personal-Managements statt. Qualifiziert hatten sich die Unternehmen über die nationalen Great-Place-to-Work- Wettbewerbe, zu denen auch der Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber" zählt. Die deutschen Gewinner wurden bereits im März 2012 ausgezeichnet. Neben den im europäischen Wettbewerb gut platzierten deutschen Firmen wie Noventum, DIS und Microsoft belegten auch der mittelständische IT-Dienstleister Consol und der Telekommunikationsanbieter Telefonica O2 vordere Plätze. Die komplette Liste "Europas Beste Arbeitgeber 2012" ist unter http://www.greatplacetowork.net/best-companies/100-best-workplaces-in-europe-2012 abrufbar