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IT-Dienstleister buhlen um Auftrag von der Deutschen Bank

06.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Bank muss sparen und will daher ihr IT-Budget durch Outsourcing deutlich entlasten. Ausgelagert werden unter anderem Rechenzentren, kleine Server-Sites sowie Netzwerke in Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg, Polen, Portugal und Spanien. Nach Angaben der CW-Schwesterpublikation "CIO" sollen die IT-Dienstleister Accenture, CSC, EDS, IBM und T-Systems nun ihre Angebote für den Auftrag abgeben. Das Volumen wird in Branchenkreisen auf 350 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. In den USA lässt die Deutsche Bank ihre IT-Operations bereits von EDS abwickeln.

Mit dieser Maßnahme will der Chief Operating Officer (COO) der Deutschen Bank, Hermann-Josef Lamberti, die "Cost-Income-Ratio" verbessern, die sich im vergangenen Jahr auf 80,1 Prozent von 72,1 Prozent im Jahr 2000 verschlechtert hat. Seinen Angaben zufolge entfallen derzeit 14 Prozent des Verwaltungsaufwands auf die IT und Operations, wobei alle Ausgaben für Entwicklung, Infrastruktur, Abwicklung im Back-Office samt der Gehälter für die Mitarbeiter im Zahlungsverkehr eingeschlossen sind. (ka)