IT-Chefs halten sich nur drei Jahre

29.08.2007
Einer aktuellen Studie zufolge erleben die wenigstens CIOs noch, welche Früchte ihre komplexen IT-Projekte tragen.

Im Auftrag des Dienstleisters EDS befragte das Marktforschungsunternehmen Populus 50 CIOs aus Großunternehmen nach ihrem Karriereverlauf und der Dauer ihrer IT-Projekte. Wie sich dabei herausstellte, wechseln die IT-Verantwortlichen im Schnitt alle 38 Monate ihren Job. Die immer komplexer werdenden IT-Transformationsprojekte bräuchten jedoch deutlich mehr Zeit, um ihre positiven Auswirkungen zu entfalten (siehe hierzu: "Komplexität wird durch Industrialisierung beherrschbar"). Derzeit ernteten die wenigsten CIOs, was sie gesät hätten.

Aus der Sicht von EDS ist dieses Missverhältnis dem Image der CIOs abträglich. Wenn sie während ihrer Beschäftigungszeit keine Resultate erzielten, gälten sie auch nicht als erfolgreich – eine Schlussfolgerung, die unmittelbar einleuchtet.

Spätestens nach hundert Tagen durchstarten

Den Empfehlungen des IT-Dienstleisters zufolge sollte ein CIO seine Hauptprojekte innerhalb der ersten hundert Tage nach seinem Amtsantritt auf den Weg bringen. Denn angesichts seiner kurzen Halbwertzeit stehe er unter steigendem Erfolgsdruck (siehe auch: "Das beste Erfolgsrezept ist der Nutzen").

Darüber hinaus fand Populus Folgendes heraus: 82 Prozent der CIOs haben einen technischen Background, die Mehrheit kommt von außen in das Unternehmen hinein, und fast alle haben IT-Erfahrung, bevor sie ihre erste Position als Chief Information Officer bekleiden – was auch keine wirklich Überraschung ist.

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