Symantec-Studie

IT-Ausfall kostet 2300 Euro pro Tag

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Gut jeder zweite europäische Mittelständler hat keinen Disaster Recovery-Plan entwickelt. Glaubt man dem Sicherheitsanbieter Symantec, schlägt ein IT-Ausfall mit rund 2.300 Euro pro Tag zu Buche.
Laut Symantec-Umfrage verfügen 54 Prozent der europäischen Mittelständler über keinen Disaster-Recovery-Plan.
Laut Symantec-Umfrage verfügen 54 Prozent der europäischen Mittelständler über keinen Disaster-Recovery-Plan.
Foto: Symantec

Europäische Mittelständler unterschätzen die Gefahr durch IT-Ausfälle. Dieses Fazit zieht der Sicherheitsanbieter Symantec in seiner "2011 SMB Disaster Preparedness Survey". An der Studie haben 340 Entscheider aus der Region EMEA teilgenommen, weltweit waren es insgesamt knapp 1.300 Befragte.

Demnach haben 54 Prozent der kleineren und mittleren Firmen in EMEA bisher keinen Plan für den Katastrophenfall entwickelt. Weltweit gilt das "nur" für 41 Prozent. Symantec versteht unter Katastrophe nicht nur Cyber-Attacken, sondern auch Stromausfälle und Naturkatastrophen.

In Europa dürfte sich das auch nicht so schnell ändern: Jeder fünfte Befragte (20 Prozent) gibt an, ein Notfall-Plan sei kein Thema. Nur etwa jeder Dritte (34 Prozent) will "in Zukunft" Richtlinien und Gegenmaßnahmen entwerfen.

Die Autoren der Studie haben nach den Gründen für diese Sorglosigkeit gefragt. Resultat: 56 Prozent der Firmen in EMEA geben an, noch nie von solchen Fällen betroffen gewesen zu sein (weltweit: 41 Prozent). 54 Prozent erklären außerdem, das Thema Disaster Recovery habe eben keine Priorität (weltweit: 40 Prozent).