iPad und iPhone als Türöffner

Ist Apple fit für Unternehmen?

Jan-Bernd Meyer
Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE - darunter das jährlich erscheinende Magazin Top 100, das einen detaillierten Marktüberblick über alle relevanten B2B-Bereiche der IT gibt. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
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iPhone im Unternehmen

Jan Kokott, Fachgruppenleiter Mobile Devices bei Logica: "Die Anbindung an die hausinternen Business-Softwarelösungen ist gegeben. CRM- und ECM-Systeme, Zeiterfassung und Datenbankanbindung, alles, was wir im Backend-System haben, können wir für die Anbindung mit dem iPhone nutzen."
Jan Kokott, Fachgruppenleiter Mobile Devices bei Logica: "Die Anbindung an die hausinternen Business-Softwarelösungen ist gegeben. CRM- und ECM-Systeme, Zeiterfassung und Datenbankanbindung, alles, was wir im Backend-System haben, können wir für die Anbindung mit dem iPhone nutzen."
Foto: Logica

Heute wird das iPhone beispielsweise bei der Logica Deutschland GmbH "flächendeckend" genutzt, sagt Jan Kokott, der als Fachgruppenleiter Mobile Devices für den Einsatz von mobilen Endgeräten in seinem Unternehmen verantwortlich zeichnet.

Der Spezialist für Business Consulting, Systemintegration und Outsourcing hatte Ende 2008/Anfang 2009 - also gerade ein Jahr nach Einführung des Apple-Smartphones - ein Pilotprojekt zur Einführung des iPhones gestartet. Eine Analyse ergab, dass die Mitarbeiter ein Mobiltelefon benötigen, das vor allem PIM-Funktionalitäten bietet (PIM = Personal Information Manager). Außerdem sollte es den Zugriff auf E-Mails gewährleisten. Kokott: "Für uns erfüllte das iPhone alle Anforderungen." Das tägliche Geschäft sei mit diesem Gerät "einfacher" geworden. Seine Tauglichkeit für den professionellen Unternehmenseinsatz hat das Apple-Smartphone für Logica bewiesen: "Die Anbindung an die hausinternen Business-Softwarelösungen ist gegeben", sagt Kokott. CRM- und ECM-Systeme, Zeiterfassung und Datenbankanbindung, "alles, was wir im Backend-System haben, können wir für die Anbindung mit dem iPhone nutzen."

Für die Anbindung des Apple-Clients an das Unternehmens-Backend gibt es diverse Lösungen. Nur ein Beispiel: Die IT-Unternehmensberatung RSP aus München, Nürnberg und Berlin bietet für das iPhone die Lösung "Know & Decide" zum Andocken an SAP-R/3 und SAP-Business-Warehouse an.

Was Anwender fürchten

Die 322 Befragten der Untersuchung der Enterprise Desktop Alliance äußerten verschiedene drängende Probleme, die sie mit der Integration von Apple-Rechnern in die Unternehmens-IT haben. Sie hoben besonders folgende Aspekte hervor:

  1. Security-Aspekte,

  2. das File-Sharing zwischen verschiedenen Betriebssystemen,

  3. das Client-Management,

  4. die Backup- und Data-Recovery-Funktionen für Mac-Dateien,

  5. die Active-Directory-Integration,

  6. die Applikations-Kompatibilität,

  7. die Cross-Platform-Helpdesk-Funktionalität,

  8. sowie standardisierte Management-Funktionen sowohl für Macs wie für Wintel-PCs.

Anwender können mit dem Modul "Know" etwa alle Budget- und Umsatzzahlen eines Unternehmens mobil und aktuell auswerten und Präsentationen mit den neuesten Daten updaten. Der Benutzer erhält alle Prozesse - ähnlich wie E-Mails - angezeigt. Alle Daten werden periodisch vom und zum SAP Server empfangen und gesendet.

An diesem Exempel zeigt sich, dass die Einbindung von Apple-Systemen in die Unternehmens-IT von einem Gerätetypus vorbereitet wird, den die meisten als ernst zu nehmenden Unternehmens-Client bislang nicht in der Planung hatten.

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