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ISSCC: Intel gibt Einblick in neue Chiptechnologien

17.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat auf der vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ausgerichteten Technologiekonferenz ISSCC (International Solid-State Circuits Conference) neue Chiptechnologien vorgestellt.

So soll die Pentium-4-CPU künftig mittels erweiterter ALU (Arithmetic Logic Unit) 64-Bit-Systeme unterstützen. Das Bauteil taktet im 32-Bit Modus mit sieben Gigahertz und im 64-Bit-Modus mit vier Gigahertz. Das sorgt laut Shekhar Borkar, Director of Circuit Research bei Intel, für eine 20-prozentige Leistungssteigerung der CPU bei einer um 56 Prozent reduzierten Energieaufnahme. Ein entsprechend ausgestatteter Pentium-4-Prozessor würde mit 3,5 Gigahertz takten. Die ALU könne jedoch auch bei der 64-Bit-CPU "Itanium" für eine höhere Performance sorgen.

Außerdem zeigte Intel Pläne für ein überarbeitetes I/O-Protokoll (Input/Output), das Daten mit einer Transferrate von acht Gigabit/s über parallele Datenbusse transportieren kann. Es soll jedoch erst in einigen Jahren zum Einsatz kommen und für eine schnellere Anbindung von Komponenten sorgen.

Neu ist auch ein aus Silizium gefertigter Hochgeschwindigkeitsoszillator. Das Bauteil dient als Schlüsselkomponente für Funkempfänger. Bislang wurden die Oszillatoren aus exotischeren Materialien wie Indium Phosphit hergestellt. Laut Intel könnten bereits 2005 Silizium-basierende Funkempfänger auf den Markt kommen, die unterschiedliche Frequenzbänder unterstützen. (lex)