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ISS dezimiert seine X-Force

17.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem Internet Security Systems (ISS) vor vier Jahren mit ordentlichem PR-Rummel im britischen Reading sein X-Force Threat Analysis Service Center (XFTAS) eröffnet hatte, wurde dieses nun heimlich, still und leise wieder dicht gemacht. Alle dort beschäftigten Mitarbeiter wurden entlassen, die Forschung wird ans Headquarter der Firma in Atlanta, Georgia, zurückgeholt. Über XFTAS stellt ISS zahlenden Kunden in Echtzeit Informationen über weltweit bekannt gewordene Sicherheitslücken und Bedrohungen zur Verfügung.

In den USA hatte ISS eine Mitteilung zu der Schließung veröffentlicht, wollte aber in Europa offenbar Presserummel vermeiden. Auf die Qualität des Service sollen sich die Entlassungen nicht auswirken. "Die Wettbewerbssituation für Schutzsystem erfordert heutzutage einen Plattformfokus und nicht mehr wie früher eher punktuelle Lösungen, die auf spezifische Nischen des Marktes abzielen", heißt es bei ISS. (tc)