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Isoft: ungesunder Geschäftsverlauf

08.06.2006
Das Softwareunternehmen senkt erneut die Prognose und will Stellen streichen.

Der britische Softwarehersteller Isoft hat zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose gesenkt und zudem einen Stellenabbau angekündigt. Für das am 30. April beendete Geschäftsjahr sei nun ein Vorsteuergewinn von drei bis sieben Millionen Pfund (rund 4,4 Millionen bis 10,2 Millionen Euro) zu erwarten, teilte der im FTSE-250-Index notierte Konzern am Donnerstag mit. Zuletzt war Isoft von einem Vorsteuerprofit von 17 bis 22 Millionen Pfund ausgegangen.

Beim Umsatz erwartet das auf Software für den Gesundheitssektor spezialisierte Unternehmen 195 Millionen bis 200 Millionen Pfund (zuvor 210 Millionen bis 215 Millionen Pfund). Die Korrektur der Ergebnis- und Umsatzprognose begründete Isoft mit der geänderten Bilanzierung seiner Produkt- und Servicelizenzen. An der Börse wurde die erneute Prognosesenkung mit einem kräftigen Kursrutsch um über 20 Prozent quittiert.

Wie Isoft weiter ankündigte, sollen im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms in Großbritannien zirka 15 Prozent der Arbeitnehmer entlassen werden. Erst in der Vorwoche hatte Isoft seine Schweizer Niederlassung an den Wettbewerber Nexus verkauft. (dpa/ajf)