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Ironport sorgt für Spam-Schutz bei MSN und Hotmail

05.05.2004

Microsoft implementiert das "Bonded-Sender"-Programm des Herstellers Ironport in seine E-Mail-Dienste MSN und Hotmail. Es soll vor Spam schützen, indem eingehende Nachrichten nur dann zugestellt werden, wenn sich der Absender auf einer Liste zertifizierter Massenversender findet. Diese halten sich an zuvor festgelegte Regeln und hinterlegen eine Kaution, die dann verfällt, wenn ein Versender gegen diesen kanon verstößt. Je nach monatlichem Mail-Aufkommen liegt die Summe zwischen 500 und 4000 Dollar.

Experten zufolge könnten Whitelists herkömmliche Filtersysteme oder Ausschlusslisten (Blacklists) überflüssig machen, wenn sich möglichst viele E-Mail-Dienste und Internet Service Provider (ISPs) daran beteiligten. Der Vorteil läge darin, dass Filtersysteme nicht mehr aufwendig konfiguriert werden müssen, da nur Mails von zertifizierten Massenversendern angenommen und alle anderen abgeblockt werden.

Ironport betreibt die Liste gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation TRUSTe, die die Zertifizierung übernimmt. Dabei werden neben dem Absender auch die IP-Adressen der zum Versand genutzten Mail-Server registriert. Dadurch sollen zum Beispiel Massenmails, die kriminell über durch Trojanische Pferde in Spam-Relays umfunktionierte Privat-PCs verschickt werden, wirksam ausgeschlossen werden.

Laut Scott Weiss, Chief Executive Officer bei Ironport, nehmen bereits 28.000 Provider an dem Programm teil. Sie repräsentieren jedoch nur sechs bis acht Prozent aller E-Mail-Postfächer weltweit. Der Anteil steige durch die Implementierung bei MSN und Hotmail auf über 30 Prozent.

Anbieter wie Brightmail und Cloudmark bieten ebenfalls Whitelist-Systeme an. (lex)