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Iridium lebt - in Afrika

12.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der bankrotte Satellitentelefonbetreiber Iridium ist immer noch auf Sendung. In Teilen Afrikas soll der Kundenstamm sogar noch ausgebaut werden. Zwar hat sich Iridium aus Südafrika, dem Kernmarkt des Kontinents, zurückgezogen. In anderen Regionen wie etwa Nigeria geht der Betrieb durch die Lizenznehmer jedoch unverändert weiter. Angeblich hätten sich hier drei Millionen Menschen für den Handy-Dienst angemeldet und warteten nun auf die Satellitenverbindung. Beobachter sind davon überzeugt, dass durch die Öl- und Gasgesellschaften in Nigeria eine enorme Nachfrage nach den Telefonen herrscht, da reguläre Verbindungen nicht existierten. Nach Aussage des lokalen Iridium-Marketing-Managers Derek Oeheley plant das Unternehmen, den Dienst künftig auch in Kenia und Ghana anzubieten.