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iPhone im Koma – Hacker arbeiten am Rollback

02.10.2007
Erst waren die Mäuse am Zug, dann konterte die Katze: Hacker liefern sich derzeit ein spannendes Rennen mit Apple um die Macht auf dem iPhone.

Hacker, die ihre iPhones aufgebohrt haben, sind derzeit damit beschäftigt, ihre Geräte wieder zum Laufen zu bringen. Nötig macht dies ein Software-Update, mit dem Apple unlängst die manipulierten Handys ins künstliche Koma versetzt hat. Damit will das Unternehmen verhindern, dass iPhone-Kunden ihr Kultgerät ohne Vertrag mit dem Exklusiv-Carrier AT&T oder mit persönlich aufgespielten Programmen nutzen können, die nicht die Zustimmung von Apple gefunden haben. Firmenchef Steve Jobs hatte die Auseinandersetzung als "Katz- und Maus-Spiel" charakterisiert. Nun müssen die Mäuse zeigen, was in ihnen steckt, damit aus dem aufgebohrten iPhone kein teurer Elektroschrott wird.

Am Montag tauchten die ersten Instruktionen auf dem "iPhone Dev Wiki" auf, einer Primärquelle für das iPhone-Tuning. Im Kern geht es derzeit darum, das offizielle Update von Apple aus dem Mobiltelefon zu entfernen und den "Urzustand" wiederherzustellen. Ein kniffliges Problem ist der Baseband-Chip, über den die Telefonanrufe getätigt werden. Immerhin scheint es inzwischen gelungen zu sein, komatöse iPhones dazu zu bewegen, Musik abzuspielen und über WLAN im Web zu surfen. Eine weitere Herausforderung liegt darin, iPhones mit der aktuellen Firmware (1.1.1) zu knacken. Hier habe Apple bei der Verschlüsselung bessere Arbeit als in den ersten Versionen geleistet, heißt es. (ajf)