SAP-Strategie für mobiles Arbeiten

iPad & Co produktiv machen

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Anzeige  Nur wenige Firmenchefs sind mit Mobility-Projekten unterwegs, so eine aktuelle Studie. SAP, weltgrößter Anbieter von Geschäfts-Software, versucht dieses Defizit zu nutzen, beschleunigt mit der Sybase-Übernahme seine Strategie für mobiles Arbeiten. "Mittlerweile ist aus der Sybase-Plattform eine SAP-Plattform geworden - darauf präsentieren wir gemeinsam unsere Mobility-Lösungen", bestätigt Sybase-CTO Irfan Khan.
"Sybase hat sich bei der Suche von SAP nach einem Unternehmensparter als ideale Lösung erwiesen", sagt der CTO von Sybase, Irfan Khan, "wir sind Marktführer bei mobilen Anwendungen, bei mobiler Middleware und bei mobilen Messaging-Lösungen."
"Sybase hat sich bei der Suche von SAP nach einem Unternehmensparter als ideale Lösung erwiesen", sagt der CTO von Sybase, Irfan Khan, "wir sind Marktführer bei mobilen Anwendungen, bei mobiler Middleware und bei mobilen Messaging-Lösungen."
Foto: Wolfram Scheible SAP AG

Mobiles Arbeiten zählt zu den Megatrends der IT. Wachsende Globalisierung der Unternehmen auf der einen und zunehmende Beweglichkeit der Mitarbeiter auf der anderen Seite fordern neue Arbeitskonzepte, die produktive Geschäftstätigkeiten auch jenseits des Schreibtisches zulassen. Nicht zuletzt die Diskussionen um Cloud Computing sowie die zunehmende Verbreitung von Smartphones und - seit einem halben Jahr - die Renaissance der Tablet-PCs machen diesen Trend unumkehrbar.

Diesen Trend bestätigen nahezu alle Umfragen der jüngsten Zeit, die sich mit mobilem Arbeiten beschäftigen.

  • PAC und Atos Origin haben jüngst in einer Umfrage unter 100 IT-Entscheidern festgestellt: Mobility-Lösungen liegen im Trend. In der Befragung gab eine große Mehrheit von über 90 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen an, dass Mobility ein Thema für sie sei. Bis jetzt hat aber nur "eine kleine Gruppe von sieben Prozent" bereits erfolgreich Projekte in diesem Bereich abgeschlossen. Eingesetzt werden sollen der Umfrage zufolge mobile Lösungen in erster Linie in Geschäftsprozessen mit Kundenkontakt (CRM-Services und Vor-Ort-Wartungsleistungen), weniger zur Unterstützung von internen Abläufen wie Logistik, Supply-Chain-Management und Personalwesen.

  • Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat bei den Mitarbeitern nach ihren Wünschen gefragt. Auch hier wächst der Wunsch nach mobilem Arbeiten, etwa von zu Hause aus, deutlich an. Auch wenn nicht jeder IT-Verantwortliche aufgrund Integrationsproblemen und Sicherheitsbedenken diesen Wunsch mit Begeisterung aufnimmt: Für die Unternehmen ist Mobilität ein deutlicher Zugewinn.

  • So stellt zum Beispiel Cisco in seinem "Connected World Report" fest, dass fast die Hälfte aller Mitarbeiter, die von unterwegs auf Unternehmensressourcen zugreifen, eigenen Angaben zufolge drei bis vier Stunden pro Tag zusätzlich arbeiten.