Unternehmensfunktionen im neuen Betriebssystem (Teil 6)

iOS 10 - Neuigkeiten für App-Entwickler

Mark Zimmermann weist mehrere Jahre Erfahrung in den Bereichen Mobile Sicherheit, Mobile Lösungserstellung, Digitalisierung und Wearables auf. Er versteht es diese Themen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln für unternehmensspezifische Herausforderungen darzustellen. Hierzu ist er auf nationale Vorträgen und als freier Autor für Fachpublikationen tätig.
iOS 10 bringt einige Besonderheiten für Entwickler bzw. Unternehmen mit Inhouse-Apps (Enterprise-Apps).
Auf der (eigentlich) Entwicklerkonferenz WWDC 2016 stellte Apple im Umfeld von iOS 10 auch etliche Neuerungen für App-Entwickler vor.
Auf der (eigentlich) Entwicklerkonferenz WWDC 2016 stellte Apple im Umfeld von iOS 10 auch etliche Neuerungen für App-Entwickler vor.

Dieser Artikel beschäftigt sich nicht mit der Frage, welche Bibliotheken sich durch iOS 10 neu ergeben haben. Vielmehr stehen grundlegende Themen im Vordergrund, mit denen sich Entwickler und Unternehmen jetzt beschäftigen müssen, um für das Release von iOS 10 gewappnet zu sein.

Das iOS-Entwicklerprogramm für Unternehmen bietet mit Xcode das Werkzeug, um die Entwicklung von iOS-Apps zu ermöglichen. Das Entwicklerprogramm bei Apple unterscheidet dabei seit letztem Jahr nicht mehr zwischen OSX- und iOS-Entwicklern (inkl. WatchOS, tvOS).

Die aktuelle Beta von Xcode (Version 8) zeigt bereits bei den "Deployment Targets" die erste Änderung. iOS7-Support ist damit nicht mehr möglich.

Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“? - Foto: Nmedia_Fotolia.com

Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“?

Unter der Haube analysiert Xcode 8 mit dem sogenannter Thread Sanitizer die gerade entwickelte App auf "versteckte" Bugs. Ein neu implementierter Memory Debugger prüft den Sourcecode bei der Eingabe auf Speicherlecks und stellt die Speicherprobleme grafisch dar. Damit bekommt der Entwickler schnell eine Übersicht, welche Objekte und Speicherbereiche - wie - genutzt werden. Der Interface Builder ist schneller und erlaubt es, zwischen verschiedenen Gerätegrößen direkt umzuschalten. Entwickler erhalten so schnell einen Überblick, wie die grafische Oberfläche auf unterschiedlichen iOS-Geräten erscheint.

Das Verhalten und Unterstützen des Entwicklers bei den Tests seiner App wurde mit Xcode 8 ebenfalls adressiert. So hat Xcode bisher keine Crashlogs aufgezeichnet, wenn es zu einem Absturz der App während eines Tests kam. Unter Xcode 8 werden diese automatisch bei einem Absturz während des Tests abgelegt und Entwickler müssen sich nicht mit Breakpoints & Co. dem Problem nähern.

Mit Xcode 8 ist es möglich, vorgefertigte Tests (Pre-Built Tests) durchzuführen, außerdem verspricht Apple 50 Prozent mehr Performance durch das Indizieren von Tests.

Noch ist aber nicht alles perfekt, so hat Xcode etwa noch Lücken im Vergleich zu anderen IDEs (z.B. Refactoring).

Plug-in-Konzept für Xcode

Die integrierte Entwicklungsumgebung XCode 8 besitzt nun neue Funktionen, darunter einen Interface Builder.
Die integrierte Entwicklungsumgebung XCode 8 besitzt nun neue Funktionen, darunter einen Interface Builder.
Foto: Apple

In Xcode gab es bisher ein nicht offiziell unterstütztes, nicht dokumentiertes System zum Laden von Plug-In-Bundles. Diese basierten auf "Hacks", da diese sich zur Laufzeit in Xcode reinhängen konnten. Dies wird mit Xcode 8 aus Sicherheitsgründen (Stichwort: Xcode Ghost) abgeschaltet und teilweise durch die sogenannten Editor Extensions ersetzt. Damit bringt Xcode 8 erstmals ein ähnliches Plug-in-Konzept wie Visual Studio, Eclipse oder IntelliJ IDEA.

Die Editor-Plug-ins erlauben eine individuelle Erweiterung der Entwicklungsumgebung, die über den Mac-AppStore vertrieben werden. Damit diese die Stabilität und Integrität von Xcode nicht beeinflussen, laufen die Plug-Ins in einem separaten Prozess.

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