DRM für Dokumente

Intralinks kauft Doctrackr

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Intralinks, das Lösungen für den sicheren Austausch von Dokumenten zwischen Unternehmen ("virtuelle Datenräume") anbietet, verstärkt sich mit dem Zukauf von Doctrackr.

Das ursprünglich französische Startup Doctrackr hat eine Lösung entwickelt, mit der sich Office-Dateien und PDFs schützen und nachverfolgen lassen. So ein DRM (Digital Rights Management) für Dokumente ist natürlich besonders interessant in Zeiten, in denen immer öfter Dateien irgendwo in der Cloud abgelegt werden. Deswegen war auch der auf den Unternehmenseinsatz fokussierte Speicherdienst Box an Docktrackr interessiert; Intralinks ließ sich aber offenbar nicht ausbooten und erhielt für rund 10 Millionen Dollar den Zuschlag.

Ron Hovsepian, CEO von Intralinks
Ron Hovsepian, CEO von Intralinks
Foto: Intralinks

"Mit der Übernahme von Doctrackr und der Verfügbarbeit vom Kunden verwalteter Schlüssel wird Intralinks zum De-facto-Standard für Collaboration und den Austausch wertvoller Informationen da, wo Sicherheit, Datenschutz und regulatorische Compliance von großer Bedeutung sind", kommentiert Intralinks-Chef Ron Hovsepian (den der ein oder andere Leser noch als IBM-Topmanager oder Novell-Chef erinnern dürfte). "Die einzigartige Technik von Doctrackr kommt ohne Plugins oder Viewer aus und erlaubt es Unternehmen, viel mehr mit DRM zu arbeiten, ohne die Nutzererfahrung zu ruinieren."

Foto: Doctrackr

Die neben Box auch mit Microsoft Sharepoint und Googles Gmail integrierte Lösung von Doctrackr ist laut Mitteilung derzeit noch im Betastadium; Customer Managed Keys will Intralinks in einigen Wochen ebenfalls testhalber anbieten. Beide Lösungen sollen dann im Laufe des Sommers 2014 allgemein verfügbar werden.