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Intershop schockiert Aktionäre mit erneuter Umsatzwarnung

27.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die E-Commerce-Softwareschmiede Intershop Communications hat ihren Anlegern zu Weihnachten eine erneute Hiobsbotschaft beschert: Das Unternehmen rechnet im Geschäftsjahr 2002 mit weniger Umsatz als 2001. Auch die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr korrigierte die Firma nach unten. Die Intershop-Aktie verlor daraufhin am heutigen Donnerstag - dem ersten Börsentag nach den Feiertagen - um 9,3 Prozent auf 1,36 Euro (Stand 11:44 Uhr).

Wie Intershop in einer Pflichtveröffentlichung am vergangenen Samstag mitteilte, sollen die Einnahmen im laufenden Geschäftsjahr 2001 bei rund 70 Millionen Euro liegen. Anfang Oktober hatte das Unternehmen noch einen Umsatz von 80 Millionen Euro anvisiert. Im vierten Geschäftsquartal sollen die Einnahmen auf zwölf bis 13 Millionen Euro sinken, während man in den drei Monaten zuvor noch 14,7 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Der Nettoverlust werde jedoch aufgrund niedrigerer Kosten deutlich zurückgehen. Konkrete Zahlen nannte Intershop nicht. Im dritten Quartal verbuchte der Softwarehersteller ein Minus von 44,2 Millionen Euro (Computerwoche online berichtete). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) soll sich im laufenden Berichtszeitraum auf minus acht bis neun Millionen Euro belaufen. Die endgültigen Zahlen für das vierte

Geschäftsquartal und das gesamte Geschäftsjahr will Intershop am 12. Februar 2002 veröffentlichen. (ka)