Trotz Umsatzplus

Intershop rutscht in die roten Zahlen

20.02.2013
Der Software-Anbieter Intershop ist 2012 in die roten Zahlen gerutscht.
Leuchtreklame am Intershop-Tower in Jena
Leuchtreklame am Intershop-Tower in Jena
Foto: Intershop

Unter dem Strich wiesen die Jenaer einen Nettoverlust von 0,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von drei Millionen Euro im Jahr zuvor. Das teilte die Intershop Communications AG am Mittwoch in Jena mit. Ein großer Teil des Gewinneinbruchs wird mit Einmalaufwendungen von 1,4 Millionen Euro zur Neuausrichtung des Vertriebs erklärt.

Intershop bietet Software und Systeme für Online-Handel. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 51,8 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte der Erlöse stammte aus dem Beratungsgeschäft. Der geringe Anteil der Erlöse aus dem Verkauf von Software-Lizenzen sei "das größte Ärgernis und die größte Baustelle für uns", sagte Finanzvorstand Ludwig Lutter.

Die Wachstumsraten lägen am unteren Rand der Erwartungen, und zufrieden könne Intershop damit nicht sein. "Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren stärker wachsen." Genauere Prognosen wolle Intershop noch nicht nennen. Wichtiger als die Höhe des Betriebsergebnisses seien zusätzliche Marktanteile. Intershop könne und werde dafür aber keine Verluste in Kauf nehmen. "Das geht nicht um den Preis von Verlusten", sagte Lutter. Die vollständigen Zahlen sollen Ende März veröffentlicht werden.

Die 1992 gegründete Intershop AG hatte 2009 erstmals ein Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen und 2011 ihr bisheriges Rekordergebnis verzeichnet. Nach Unternehmensangaben zählen mehr als 500 große und mittelständische Unternehmen zu den Kunden. Etwa die Hälfte der über Intershop-Plattformen abgewickelten Geschäfte liefen zwischen Unternehmen, die andere Hälfte mit Verbrauchern, sagte Lutter. (dpa/tc)

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