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Intershop rechnet mit Verlust

16.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Intershop Communications AG kündigte in der vergangenen Woche an, im dritten Geschäftsquartal rote Zahlen zu schreiben. Schuld daran seien eine sieben Millionen Euro schwere Marketing-Kampagne in den USA sowie akquisitionsbedingte Kosten. Die deutsche Softwareschmiede, die ihren Hauptsitz inzwischen in San Franzisko hat, rechnet in dem traditionell schwachen Berichtszeitraum zudem mit Lizenzeinnahmen von 19 bis 19,5 Millionen Euro und einem Gesamtumsatz von 34 bis 35 Millionen Euro. Das endgültige Ergebnis will Intershop Ende Oktober vorlegen.

Die Anleger reagierten verstimmt: Zeitweilig brach der Kurs am vergangenen Freitag um 13 Prozent ein. In New York verlor die Intershop-Aktie zum Börsenschluss 6,3 Prozent und notierte bei 20,50 Dollar. An der Frankfurter Börse büßte das Papier 2,50 Euro ein und schloss bei 47,80 Euro. Am heutigen Montag konnte Intershop in Frankfurt im mittäglichen Handel wieder um knapp vier Prozent auf 49,70 Euro zulegen.