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Vorstand will 2014 investieren

Intershop mit roten Zahlen

20.02.2014
Die Hoffnungen, die das Jenaer Software-Unternehmen Intershop in seinen Großaktionär Ebay gesetzt hat, haben sich bisher kaum erfüllt. Nach einem Jahr mit roten Zahlen soll 2014 in die Zukunft investiert werden.

Der Jenaer Software-Anbieter Intershop hat das vergangene Jahr mit einem Verlust abgeschlossen. Das Minus belief sich nach vorläufigen Zahlen von Mittwoch auf 3,3 Millionen Euro. Bereits 2012 hatte der Spezialist für Programme, mit denen Unternehmen ihren Internethandel abwickeln können, rote Zahlen geschrieben. Auch 2014 werde ein "Investitionsjahr", sagte Finanzvorstand Ludwig Lutter in Jena. Noch nicht entschieden sei, ob sich Intershop über eine Kapitalerhöhung das Geld für Investitionen an der Börse beschaffe.

Intershop-Finanzchef Ludwig Lutter
Intershop-Finanzchef Ludwig Lutter
Foto: Intershop

Der Vorstand begründete den Anstieg des Jahresfehlbetrages - 2012 betrug das Minus nur 600.000 Euro - vor allem mit Aufwendungen für den Vertrieb, um das internationale Geschäft anzukurbeln.

Nach einem starken vierten Quartal verbuchte Intershop beim Jahresumsatz ein Plus von drei Prozent auf 53,6 Millionen Euro. "Der Trend ist positiv. Wir haben uns von Quartal zu Quartal verbessert", sagte Lutter. Eine Geschäftsprognose für 2014 wollte er noch nicht abgeben. Sie solle nach Vorlage der endgültigen Bilanz in der zweiten Märzhälfte folgen.

Großer Einzelaktionär von Intershop ist seit einigen Jahren eine Tochtergesellschaft des US-Internetauktionshauses Ebay. Intershop hatte sich davon eine deutliche Ankurbelung seines Geschäfts vor allem in den USA erhofft. Die Ebay-Tochter sei immer noch ein wichtiger Kunde des Jenaer Softwarehauses, sagte Lutter. "Aber ich hätte mir mehr von der Zusammenarbeit erwartet." Ebay Enterprise hält etwa 26 Prozent der Intershop-Aktien. (dpa/tc)