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Internet World: Craig Barretts Vision vom Netz

07.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Geht es nach Intel-CEO (Chief Executive Officer) Craig Barrett, dann sind schon in fünf Jahren eine Milliarde Computer an ein Billionen Dollar schweres E-Commerce-Netz angeschlossen. Sowohl das Netz selbst als auch der elektronische Handel wüchsen so schnell, fabulierte Barrett in seiner Keynote-Ansprache auf der Internet World, daß Unternehmen heute nur noch eine Wahl bleibe: Entweder Internet-Company zu werden, oder zu sterben. Dabei gelte es vor allem ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es reiche eben nicht mehr aus, bloß Produkte und Dienstleistungen via Web anzubieten. Statt dessen müßten Firmen das Netz in ihre ganz alltäglichen Abläufe integrieren. Um dies zu realisieren, empfahl der Intel-Boß ein dreistufiges Modell: Zuerst eine entsprechende Infrastruktur schaffen, dann die Geschäftsprozesse anpassen, und zuletzt die Daten und "Feedback"-Schleifen nutzen, die das Internet Unternehmen bietet, um besser in

Verbindung mit ihren Kunden zu bleiben.

Für eine richtige Nutzung des Netzes könne aber auch der neueste Pentium-Chip aus dem Hause Intel nicht schaden, so Barrett. Höhere Bandbreiten und stärker multimedial ausgelegte Benutzerschnittstellen erforderten leistungsfähigere Prozessoren. Überhaupt wolle Intel künftig nicht mehr nur die Grundsteine von Computern, sondern auch die des Internet legen. Dazu, so der CEO, werde man verstärkt in Kommunikations- und Netzwerkfirmen investieren und selbst Internet-Datendienste offerieren.