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Internet-Entwicklungshilfe durch E-Mail-Steuern

14.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Ein am Montag von der UNO veröffentlichter Bericht fordert die Regierungen der Mitgliedsländer auf, durch die Erhebung von Internet-Steuern Web-Entwicklungshilfe in Dritte-Welt-Ländern zu leisten. Ko-Autorin des Berichts, Kate Raworth, weist darauf hin, daß die globale Ausbreitung des Internet an den unterentwickelten Ländern vorbeiginge und diese daher benachteilige. In dem Bericht "Human Development Report" wird vorgeschlagen, für 100 von einer Person versendete E-Mails eine Steuer in Höhe von einem Cent zu erheben. Hätte man dieses Programm bereits 1996 gestartet, wären mittlerweile zirka 70 Milliarden Dollar für Internet-Entwicklungshilfe aufgelaufen. Hier handelt es sich allerdings lediglich um einen Vorschlag, denn die UNO kann derartige Steuern nicht forcieren. Kritiker warnen jedoch davor, die Wachstumsdynamik des Internet durch Steuern zu behindern.