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Intentia will zurück in die schwarzen Zahlen

05.07.2004

Unter der Ägide des seit Mai amtierenden CEO Bernard Sciard - abgeworben vom Wettbewerber Geac - will der schwedische Midmarket-ERP-Anbieter (Enterprise Resource Planning) Intentia International zurück in die schwarzen Zahlen. Sciard hat dazu unter anderem eine weltweite Vertrieboffensive ausgerufen, die sich unter anderem auf die USA, China und Japan fokussiert.

Intentia hat technisch einen guten Ruf und seine Kerntechnik "Movex" lange vor der Konkurrenz auf Java aufgesetzt. Dennoch ging es für die Firma zuletzt wirtschaftlich stetig bergab: Nach einem Umsatzhoch von umgerechnet 531,8 Millionen Dollar im Jahr 2001 setzte Intentia 2003 noch 388 Millionen Dollar um, unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 55 Millionen Dollar (im Vergleich zu 19,1 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum).

Schon vor der Ernennung Sciards hatte die Firma 300 von knapp 3000 Mitarbeitern entlassen. Ein weiterer Stellenabbau ist geplant, um den Cash-Abfluss einzudämmen und die Kostenstruktur dem Umsatzrückgang anzupassen. Die wohl wichtigste Änderung aber ist eine Neuausrichtung des Vertriebs stärker in Richtung Channel. Überdies will Intentia Teile seiner Technik an OEM-Anbieter lizenzieren, um auf diese Weise seine Kundenbasis zu vergrößern. (tc)