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Intels Virtualisierungs-Prozessoren bleiben sichtbar

14.11.2005
Zusätzliche Schaltungen verbessern die Performance von Virtualisierungssoftware.

Die ersten Prozessoren, die für virtuelle Umgebungen konzipiert sind, bringt Intel auf den Markt: Pentium-4-CPUs mit einem Rechenkern (Core). Die Chiptypen "672" und "662" sind Modifikationen der Modelle "670" und "660", sie enthalten zusätzliche Transistoren, welche die Leistungsfähigkeit von Virtualisierungssoftware verbessern sollen. Deren Hersteller wie VMware, Xensource und Microsoft müssen jedoch erst ihre Produkte auf die Intel-Schaltungen anpassen, was in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten ist.

Die asiatischen PC-Hersteller Acer, Founder und Tongfang haben erklärt, umgehend Systeme mit den Virtualisierungs-Prozessoren auf den Markt zu bringen. Bis dahin werden noch einige Wochen vergehen, denn Intel liefert momentan nur Chip-Muster aus. Die Massenfertigung soll Anfang nächsten Jahres anlaufen. Dann wollen auch Lenovo, Hewlett-Packard und Dell Systeme mit den neuen CPUs anbieten.

Die beiden neuen Chips mit Virtualisierungstechnik sind mit rund 600 beziehungsweise 400 Dollar recht teuer. Sie eignen sich in erster Linie für Desktops. Anfang nächsten Jahres möchte Intel die Spezialschaltungen auch in Xeon-Prozessoren für Server integrieren. Etwa zum gleichen Zeitpunkt will der Chiphersteller die Technik auch auf die den Pentium D mit zwei Rechenkernen angepasst haben. (Die Architektur von Intels Virtualisierungstechnik ist hier grafisch dargestellt; weitere Informationen von Intel hier.) Die Zeitpläne des Konkurrenten AMD sehen ebenfalls Virtualisierungstechnik für Desktop- und Server-Prozessoren vor. (Einen umfangreichen Computerwoche-Beitrag zu den Virtualisierungstechniken von Intel und AMD finden Sie hier.) (ls)