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Intels Centrino lässt Windows im VPN abstürzen

30.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwender von Windows XP sehen unter Umständen einen "Blue Screen", wenn sie ein Notebook, das auf dem "Centrino"-Chipsatz basiert, in einem VPN (Virtual Private Network) betreiben. Intels Mobiltechnologie verträgt sich nämlich nicht mit der weit verbreiteten Software "Contivity VPN" von Nortel, mit der sich VPNs absichern lassen, sagte Mike Schexnaydre, Softwareentwickler bei Nortel. Demnach steckt der Fehler in der Funktion "Adapter Switching" der Centrino-Komponente "ProSet", die einen nahtlosen Wechsel der Netzverbindung von Fest- zu Funknetz ermöglichen soll. Betroffen ist laut Schexnaydre nur der "855GM"-Chipsatz, der "855PM" weise den Fehler nicht auf. Nortel beschreibt in einem technischen Bulletin einen Workaround, der die Deinstallation von ProSet voraussetzt.

Man arbeite an einer Lösung des Problems heißt es bei Intel. Details wollte der Hersteller bislang nicht nennen. Allerdings scheint dem Chiphersteller das Problem schon länger bekannt zu sein. So heißt es in einem Advisory vom 12. März dieses Jahres, dass beim Gebrauch von VPN-Software die Adapter-Switching-Funktion deaktiviert werden muss. Laut Intel ist die Einschränkung nicht auf Nortel-Software beschränkt, auch im Zusammenspiel mit Anwendungen anderer Hersteller könnten Probleme auftreten. (lex)