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Intellisync positioniert sich gegen BlackBerry

21.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der Suche nach neuen Kunden hat Intellisync seine mobile E-Mail-Software jetzt auch als Hosting-Lösung im Angebot. Zwar hat die Company laut "Computerwire" in punkto Marketing noch allerhand zu tun, bietet aber derzeit die beste Alternative zum populären "BlackBerry"-Service von Research in Motion (RIM). "Endlich gibt es eine echte Alternative zum RIM-Angebot", zitiert der Brancheninformationsdienst Tim Bajarin, President der Analystenfirma Creative Strategies. "Es lässt sich einfacher aufsetzen als alles andere, was mir in diesem Bereich bislang untergekommen ist, und der Preis ist deutlich günstiger als bei RIM."

Intellisyncs "Express E-Mail" umfasst drahtlosen E-Mail-Push und PIM-Abglich auf einer Vielzahl von Endgeräten (unterstützt werden Pocket PC, Palm OS, Symbian OS, Windows Mobile für Smartphones sowie SyncML-kompatible Geräte). Ebenfalls inbegriffen ist eine Reisefunktion, die eine Streckenplanung samt Routenplaner und Wetterinformationen überträgt. Bei Abschluss eines Zweijahresvertrags kostet das 120 Dollar pro Nutzer und Jahr. Anwender, die Intellisyncs Software hinter der eigenen Firewall selbst betreiben, zahlen einmalig 160 Dollar Lizenzgebühr pro Nutzer. David Shim, Vice President of Marketing, weist hier darauf hin, dass bei E-Mail-Lösungen die größten Kosten aber für den Verwaltungsaufwand anfallen.

Und um das Management müssen sich Hosting-Kunden genau nicht kümmern. Allerdings geben sie, was die Sicherheit anbelangt, sensible Informationen genau so aus der Hand, wie sie das bei RIM mit seinen zentralen Servern tun müssen. Aus Sicht Bajarins hat Intellisync beim Marketing in Richtung Unternehmen noch eine Menge nachzuholen. Der Hersteller hofft, mit seiner neuen Offerte unter anderem kleine und mittlere Anwender gewinnen zu können, die bislang bei drahtloser E-Mail Zurückhaltung übten.

Shim erwartet aber auch, das größere Unternehmen den Dienst via Hosting zunächst einmal mit einer kleineren Anzahl Nutzer ausprobieren werden, bevor sie sich an ein größeres Deployment wagen. Neben Intellisync ist der Hosting-Service auch über Distributoren wie Ingram Micro, Global Wireless Data oder Trio Tek zu haben.

Da Intellisync selbst eine Reihe von Patenten im Bereich drahtloser E-Mail besitzt, erwartet Tim Bajarin, dass dem Hersteller keine Klagen drohen wie RIM, das sich seit geraumer Zeit vor Gericht mit dem Rechteverwerter NTP herumschlagen muss (Computerwoche.de berichtete). (tc)