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Intelligenter Koffer von T-Systems, Airbus und Rimowa

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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T-Systems, Airbus und Rimowa wollen am 19. Juni auf der 50. Pariser Airshow einen Koffer vorstellen, den man allein auf Reisen schicken kann.
Die Flugdaten gibt der Fluggast ein, die Airline schickt den Barcode dann aufs Koffer-Display.
Die Flugdaten gibt der Fluggast ein, die Airline schickt den Barcode dann aufs Koffer-Display.
Foto: Telekom

Dieser "intelligente" Koffer ist dazu einer Mitteilung von T-Systems zufolge mit einem Funk- und Softwaremodul sowie einem Display ausgestattet. Der Fluggast überträgt mittels Smartphone-App alle relevanten Daten an die Fluggesellschaft, die daraus einen Barcode erzeugt und auf das Koffer-Display schickt. Mit diesen Daten kann das Gepäckstück unabhängig von seinem Besitzer auf Reisen gehen und seinen Zielort auch dann erreichen, wenn sich der Flugplan kurzfristig ändert, der Flug sich verspätet oder ein Anschlussflug verpasst wird.

Sowohl der Fluggast als auch die Airline können den Koffer auf Knopfdruck jederzeit (außer während des Fluges) orten. Das smarte Gepäckstück merkt auch, wenn es auf seiner Reise geöffnet wird, und übermittelt seinem Besitzer dann Zeitpunkt und Standort.

Selbstfahrend ist das "smartBaggage" allerdings noch nicht.
Selbstfahrend ist das "smartBaggage" allerdings noch nicht.
Foto: Telekom

Fluggesellschaften könnten mit diesem Konzept die Kosten für das Gepäck-Handling und durch den Verlust von Gepäck senken, glauben die Entwickler. Laut Fachorganisation SITA verlieren Airlines jährlich 2,5 Milliarden Dollar durch verlorenes oder zu spät zugestelltes Gepäck; je 1000 Passagiere tauchen im Durchschnitt elf Gepäckstücke erst nach Tagen oder gar nicht mehr auf.

T-Systems (das die Informations und Telekommunikationslösung beisteuert), Airbus und Rimowa wollen gemeinsam noch weitere Flughafen- und Mobilitätslösungen entwickeln und ihren Kunden bereitstellen. Fluggesellschaften oder Logistikfirmen könnten ihren Kunden zum Beispiel anbieten, schweres Gepäck bereits zu Hause abzuholen und am Zielort wieder zuzustellen. Vorstellbar sei auch die Miete eines "smartBaggage" für eine Geschäfts- oder Urlaubsreise. Für weitere Dienste wollen die drei Unternehmen künftig auch weitere Dienstleister mit ins Boot nehmen.