Server-CPU senkt Stromverbrauch

Intel Xeon L5520 Quad Core im Test

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Intels CPU-Familie Xeon 5500 (Nehalem) liefert Bestwerte in Sachen Performance. Doch wie schneidet das Stromspar-Modell Xeon L5520 gegen die Opteron-Konkurrenten von AMD ab?

Intel bietet Prozessoren der Serie Xeon-5500 mit Nehalem-Architektur in verschiedenen Leistungsklassen und entsprechendem Stromverbrauch an. Der Xeon X5570 mit 2,93 GHz Taktfrequenz beispielsweise besitzt einen TDP-Wert von 95 Watt (TDP = Thermal Design Power). Ganz anders das sparsame 60-Watt-Modell Xeon L5520. Der ebenfalls mit vier Kernen, 8 MByte L3-Cache, Hyper-Threading und Turbo-Mode ausgestattete Xeon arbeitet mit 2,26 GHz Taktfrequenz.

Die Kommunikation zwischen den CPUs sowie zur Peripherie funktioniert wie bei allen Xeon-Prozessoren der Serie 5500 über QuickPath-Schnittstellen. Statt 6,4 GT/s wie beim Xeon X5570 muss sich der Xeon L5520 mit 5,86 GT/s begnügen. Der in der CPU integrierte Speicher-Controller mit drei DDR3-Channels erlaubt statt 1333 MHz auch nur 1066 MHz Taktfrequenz. Mit einem Listenpreis von 530 US-Dollar kostet der Stromspar-Xeon dafür auch weniger als die Hälfte eines Xeon X5570.

Die CW-Schwesterpublikation TecChannel prüfte in einem Test, welche Leistungseinbußen beim stromsparenden Xeon L5520 im Vergleich zum Spitzenmodell Xeon X5570 zu erwarten sind. Zudem klärten die Tester, ob die Low-Voltage-CPU mit 2,26-GHz-Quad-Core-Architektur schneller ist als AMDs Opteron 2435 mit 2,6 GHz und sechs Kernen. Darüber hinaus erfahren Sie, wie es um die Performance pro Watt der Prozessoren auf mehreren Testsystemen steht.