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Intel will Vorschläge der japanischen Kartellbehörde genau prüfen

18.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die japanische Kartellbehörde Japan Fair Trade Commission (JFTC) hat Intel eine Frist von zwei weitere Wochen eingeräumt, auf die Anfang März erteilte Verwarnung wegen unfairer Geschäftspraktiken zu reagieren (Computerwoche.de berichtete). Der Chipriese hat nun bis zum 1. April Zeit, die Empfehlungen der Wettbewerbshüter anzunehmen oder vor Gericht anzufechten, teilte Intel-Sprecher Chuck Mulloy mit.

Aus Sicht der Kartellbehörde hat Intel japanischen PC-Herstellern Preisnachlässe angeboten, wenn sie keine oder nur eine beschränkte Anzahl von Prozessoren bei Wettbewerbern wie Advanced Micro Devices (AMD) oder Transmeta einkauften. Um ihren Vorwurf zu untermauern, hatte die JFTC bereits vor elf Monaten drei japanische Geschäftstellen von Intel untersucht. Gleichzeitig besuchte die Behörde auch die Büros von Sony, Fujitsu und Toshiba. Offiziell wurden die Hersteller allerdings nicht mit dem Fall in Verbindung gebracht.

Als Reaktion erteilte die JFTC Intel eine Verwarnung und unterbreitete Vorschläge, wie der US-Chipgigant die gegen ihn erhobenen Vorwürfe aus der Welt schaffen könne. Bei Nichtumsetzung der Empfehlungen will die Kartellbehörde weitere Maßnahmen ergreifen. (mb)