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Intel will Funk-LANs auf Trab bringen

10.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Datenübertragung in drahtlosen Netzen will Intel auf Touren bringen: Im November sollen Produkte auf den Markt kommen, mit denen Desktops und Laptops fünfmal schneller Informationen drahtlos austauschen als mit heute verfügbarer Technik möglich. Die neue Technologie basiert auf dem 802.11a-Standard, der Datenübertragungsraten von 54 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll. Die Bandbreite erlaubt den Anschluss einer größeren Zahl von Anwendern im Netz, erklärte Intel. Durch die Geschwindigkeitssteigerung werde zudem der Zugriff auf Websites beschleunigt und es sei der schnellere Austausch größerer Dateien möglich.

Zielgruppe für die neuen Intel-Produkte sind kleine und mittlere Unternehmen, aber auch der Consumer-Markt soll bedient werden. Intel ist mit neuen Produkten gemäß dem 802.11a-Standard nicht konkurrenzlos: Auch die Unternehmen Proxim und Enterasys wollen noch in diesem Jahr mit entsprechenden Netzgeräten auf den Markt kommen. Sie treten damit in Wettstreit mit den Großen der Branche: Cisco und Agere, dem Spinoff von Lucent, 3Com und Symbol. Der Umsatz in diesem Marktsegment soll von 1,2 Milliarden im vergangenen Jahr auf vier Milliarden Dollar in 2003 steigen.

Analysten dämpfen indes die Euphorie: Es werde noch mindestens drei Jahre dauern, bis die Technik den jetzigen 802.11b-Standard ablöst. Er kommt in "Wi-Fi-Netzen", beispielsweise auf Flughäfen oder in amerikanischen Hotels, zum Einsatz (Computerwoche online berichtete). Ein Hindernis sei, dass die Technologien nicht ohne weiteres kompatibel sind: Nur über Zusatzprodukte ließen sich drahtlose Netze aufbauen, in denen beide Standards koexistieren.