Intel und NTT DoCoMo planen Dual-OS-Handys

02.11.2006
Der japanische Mobilfunk-Konzern NTT DoCoMo hat in Zusammenarbeit mit Intel eine Handy-Architektur entwickelt, die es möglich macht zwei Betriebssysteme nebeneinander laufen zu lassen. Die Open and Secure Terminal Initiative (OSTI) Architektur verspricht die Multimedia-Wünsche von Privatnutzern und die Sicherheitsbedürfnisse von Unternehmen in einem Gerät zu vereinen.

Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo plant Handys herauszubringen, auf denen verschiedene Betriebssysteme oder Applikationen parallel laufen sollen. Das Unternehmen hat dazu, zusammen mit dem amerikanischen Chip-Hersteller Intel, eine Handyplattform entwickelt, die das Arbeiten von zwei unabhängigen Betriebssystemen erlaubt, zwischen denen der Nutzer einfach hin- und herschalten kann.

Die Open and Secure Terminal Initiative (OSTI)-Architektur spezifiziert dazu zwei verschiedene Bereiche, sogenannte Domains, für die Installation von Software. Vom Hersteller wird das Betriebssystem für die "Operator Domain" für den privaten Einsatz voraufgespielt, während Unternehmen in der "Enterprise Domain" ein weiteres, mit speziellen Zugriffsrechten auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes System aufspielen können.

Die beiden Bereiche sollen komplett voneinander abgeschottet sein, so dass etwa Schadsoftware nicht auf die Datenbereiche überspringen kann, die gerade nicht aktiv sind. Ein Controller schaltet zwischen den Systemen hin und her. Selbst wenn das Enterprise-System nicht mehr lauffähig sein sollte, kann der Nutzer immer noch zur Operator-Domain zurückkehren.

Trotzdem soll es möglich sein, Programme auf der nicht aktiven Domain weiterhin eingeschränkt laufen zu lassen. Befindet sich der Nutzer beipielsweise gerade im Privatsystem und empfängt einen Anruf auf der Enterprise-Domain, kann er dorthin wechseln und ihn dort entgegennehmen.

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